KriminalitÀt, USA

Angriff auf Venezuela? US-Senat lehnt Kongress-Mitsprache ab

07.11.2025 - 08:02:33

Der US-Senat stimmt mit Mehrheit gegen ein Gesetz, das MilitĂ€raktionen gegen Venezuela an die Zustimmung des Kongresses gebunden hĂ€tte. Was sind die HintergrĂŒnde?

US-PrĂ€sident Donald Trump braucht fĂŒr ein mögliches militĂ€risches Vorgehen gegen Venezuela nach einer Abstimmung im Senat nicht die Genehmigung des Parlaments. Die Kammer lehnte am Donnerstag (Ortszeit) mit 51 zu 49 Stimmen ein entsprechendes Gesetz ab. Der Entwurf sah vor, etwaige von Trump angeordnete EinsĂ€tze gegen das sĂŒdamerikanische Land zu stoppen, wenn sie nicht vom Kongress autorisiert wĂ€ren. 

In beiden Parlamentskammern - dem Senat und dem ReprĂ€sentantenhaus - verfĂŒgen die Republikaner ĂŒber eine Mehrheit. Bei der Abstimmung schlossen sich nun zwei Republikaner den Demokraten an, die dennoch knapp unterlagen. 

Dutzende Tote bei US-Angriffen auf angebliche Drogenboote

Hintergrund der Entscheidung ist der massive Einsatz von US-StreitkrÀften, mit dem Trump Drogenschmuggel aus Lateinamerika in die USA bekÀmpfen will. In den vergangenen Wochen sollen Dutzende Menschen bei Angriffen auf angeblich mit Drogen beladenen Boote in der Karibik und im Pazifik gestorben sein. 

Die USA sprechen von schmuggelnden «Terroristen» und stellen hĂ€ufig einen Zusammenhang zu Venezuela und dessen PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro her. Das Weiße Haus betrachtet dessen Regierung als «terroristisches Drogenkartell» mit Maduro an der Spitze. 

Die «Washington Post» berichtete, dass es entgegen der eskalativen Rhetorik allerdings keine aktuellen PlĂ€ne und auch keine stabile Rechtsgrundlage gebe, Venezuela direkt anzugreifen. Die US-Zeitung beruft sich dabei auf Aussagen von US-Außenminister Marco Rubio und Pentagon-Chef Pete Hegseth in einer vertraulichen Besprechung mit ausgewĂ€hlten Kongressmitgliedern.

@ dpa.de

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