Laschet, Trumps

Laschet zweifelt an Trumps neuer HĂ€rte gegen Putin

14.08.2025 - 16:59:52

Der Vorsitzende des AuswĂ€rtigen Ausschusses des Bundestags, Armin Laschet (CDU), zweifelt vor dem Trump-Putin-Treffen an der demonstrativ zur Schau gestellten neue HĂ€rte des US-PrĂ€sidenten gegenĂŒber Russland.

"Die Tonlage hat sich immer mal verĂ€ndert", sagte Laschet dem TV-Sender "Welt" am Donnerstag. Trump habe Putin zunĂ€chst "große Wirtschaftsbeziehungen angeboten", dann aber Sanktionen gegen russlandfreundliche Drittstaaten wie Indien angedroht. Davon sei nun aber auch nicht mehr die Rede.

Insofern könne man sich auch fĂŒr das Treffen in Alaska nicht auf eine neue HĂ€rte Trumps verlassen, befĂŒrchtet Laschet. "Das heißt gar nichts fĂŒr die GesprĂ€che morgen. Das ist jetzt das Signal: `Ich bin ein PrĂ€sident, der hart verhandeln wird`", erklĂ€rte der CDU-Politiker. "Wie hart er das wirklich tut, wie sehr man morgen ein Ergebnis haben will, wie weit auch PrĂ€sident Putin ĂŒberhaupt bereit ist, auf einige dieser Forderungen einzugehen, das kann man heute nicht sagen." Bislang habe Trump lediglich gezeigt, dass er gesprĂ€chsbereit sei, nun aber mĂŒsse er auch Verhandlungsergebnisse liefern. "Es muss am Ende des morgigen Freitags dann auch auf dem Papier etwas stehen, insbesondere Waffenstillstand und GesprĂ€che auch mit der Ukraine. Denn alleine zwischen Trump und Putin lĂ€sst sich dieser Konflikt nicht lösen", so Laschet. Einen möglichen Waffenstillstand, der vielleicht von internationalen Truppen ĂŒberwacht werden könnte, sieht er in einem ersten Schritt noch nicht. "Da wird es möglicherweise UN-Beobachter oder andere geben - oder die beiden Seiten, USA und Russland, werden sich in die Hand versprechen, wir halten jetzt den Waffenstillstand schon ein und wir ĂŒberwachen ihn auch selber. Das ist noch nicht der Zeitpunkt, wo Internationale hineinkommen." Dass die EuropĂ€er in Alaska nicht mitverhandeln, hĂ€tten sie sich selbst zuzuschreiben, findet Laschet. "Europa hat seine Chance gehabt. Man hĂ€tte noch unter PrĂ€sident Biden genau solche Prozesse einleiten können. Die generelle Botschaft war: Wir reden mit Putin nicht, wir werden das militĂ€risch lösen. Wir liefern mehr Waffen, dann wird die Ukraine gewinnen", sagte der Außenpolitiker. "Und jetzt ist PrĂ€sident Trump da. Und jetzt sagt er natĂŒrlich: `Warum sollten hier EuropĂ€er sitzen? Ihr habt ja bisher auch nicht reden wollen.` Also, da mĂŒssen wir auch selbstkritisch anmerken: Die europĂ€ische Außenpolitik ist noch nicht so stark, dass sie wirklich selbst solche Bedingungen diktieren kann."

@ dts-nachrichtenagentur.de