Kambodscha, Thailand

Kambodscha meldet Luftangriffe thailÀndischer F-16

10.12.2025 - 06:27:44

Der wieder aufgeflammte Konflikt zwischen den NachbarlÀndern Thailand und Kambodscha um einen Grenzverlauf geht ungebrochen weiter. US-PrÀsident Donald Trump will nun erneut vermitteln.

Im neu aufgeflammten Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha hat es nach Medienberichten am Morgen Luftangriffe thailÀndischer Kampfflugzeuge im Nachbarland gegeben. F-16-Maschinen hÀtten unter anderem zwei Bomben auf Dörfer im Grenzgebiet in der Provinz Meanchey abgeworfen, berichtete die Zeitung «Khmer Times» unter Berufung auf eine Mitteilung des kambodschanischen Verteidigungsministeriums. Von Toten oder Verletzten war zunÀchst keine Rede. 

Zudem hĂ€tten Kampfflugzeuge mehrere kambodschanische Gebiete ĂŒberflogen. Zu Boden sowie auf See habe es Angriffe gegeben, die aber nicht nĂ€her beschrieben wurden. Aus Thailand gab es zunĂ€chst keine Stellungnahme zu den berichteten VorfĂ€llen. Kambodschas Langzeitherrscher und jetziger SenatsprĂ€sident Hun Sen drĂŒckte laut der Zeitung seine Besorgnis aus und lobte die Soldaten fĂŒr ihren «mutigen und standhaften Widerstand». 

Zehntausende Bewohner im Grenzgebiet auf der Flucht

Bereits am Dienstag hatte er erklĂ€rt, man habe zunĂ€chst ZurĂŒckhaltung gewahrt, um den am 26. Oktober vereinbarten Waffenstillstand zu respektieren. Doch inzwischen werde gekĂ€mpft, um sich zu verteidigen, und zwar mit «SchĂŒtzengrĂ€ben und Waffen aller Art».

Kambodscha und Thailand beschuldigen sich seit Sonntag, eine zuletzt geltende Waffenruhe im Gebiet entlang der etwa 800 Kilometer langen gemeinsamen Grenze zuerst verletzt zu haben. Die Waffenruhe hatte US-PrĂ€sident Donald Trump vermittelt. Nun will er sich erneut als Vermittler einschalten. «Morgen muss ich einen Anruf tĂ€tigen», sagte er am Dienstagabend (Ortszeit) im US-Bundesstaat Pennsylvania mit Verweis auf die jĂŒngsten Gefechte.

Vielerorts entlang der Grenze der sĂŒdostasiatischen LĂ€nder tobten am Dienstag heftige Gefechte. Zehntausende Bewohner des Grenzgebiets beider Seiten mussten in SchutzunterkĂŒnfte oder sicherere Landesteile flĂŒchten.

@ dpa.de