Zentralrat fĂŒr stĂ€rkere Kontrolle von Geldern fĂŒr PalĂ€stinenser
10.10.2023 - 16:39:00"Wir sehen jetzt, dass Hamas und ihre Terrorangriffe auch mit unseren Steuergeldern mitfinanziert wurden", sagte Zentralrats-PrÀsident Josef Schuster der "Welt". "Das darf nicht sein."
Am Wochenende ĂŒberfielen KĂ€mpfer der palĂ€stinensischen Hamas aus Gaza israelische StĂ€dte, töteten und entfĂŒhrten Hunderte Zivilisten. Deutschland fror daraufhin die Zahlungen an die Projekte ein. "Es ist richtig, dass die Zahlungen erst einmal eingefroren sind. Dass es nun auch seitens der Bundesregierung bereits Relativierungen gibt, trĂŒbt das Bild", so Schuster. "FĂŒr eventuelle zukĂŒnftige Zahlungen muss sichergestellt werden und kontrollierbar sein, wohin die Gelder gehen. Das gilt auch fĂŒr nicht-staatliche Zahlungen." Bereits am Wochenende widersprach das AuswĂ€rtige Amt den VorwĂŒrfen, auch Terroristen zu unterstĂŒtzen. Schuster nannte dies "naiv". Er begrĂŒĂte indes die SolidaritĂ€t mit Israel aus der Politik. "Die Hamas hat ihr Gesicht gezeigt. Sie ist eine Terrororganisation, wie wir seit Jahren betonen", so der PrĂ€sident des Zentralrats der Juden. Das sei nicht immer so gewesen. "Leider hatte ich das GefĂŒhl nicht immer: Die Hamas wurde zu lange mit Samthandschuhen angefasst. Die HĂ€rte, die wir jetzt sehen, hat mir gefehlt." Scharfe Kritik ĂŒbte Schuster an den IslamverbĂ€nden in Deutschland. Diese hĂ€tten zu spĂ€t und zu zögerlich auf den Terror reagiert. "Die Reaktionen der muslimischen VerbĂ€nde sind völlig ungenĂŒgend", so Schuster. "Die VerbĂ€nde mĂŒssen ihr VerhĂ€ltnis zum Hass auf Israel und dem Antisemitismus klĂ€ren. Das ist lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig."
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


