Modi: EinsÀtze gegen Terrorismus in Pakistan pausieren nur
12.05.2025 - 18:40:00Nach den jĂŒngsten bewaffneten ZusammenstöĂen mit Pakistan hat Indien nach Angaben von Premierminister Narendra Modi sein militĂ€risches Vorgehen gegen Ziele im Nachbarland nur ausgesetzt. KĂŒnftige MilitĂ€raktionen hingen vom Verhalten Pakistans ab, sagte Modi in seiner ersten öffentlichen Ansprache seit Beginn der jĂŒngsten Kampfhandlungen zwischen den beiden AtommĂ€chten. Zugleich warnte er, sein Land werde keine «nukleare Erpressung» tolerieren. Indien wolle mit dem Nachbarn nur noch ĂŒber den Terrorismus und den pakistanisch kontrollierten Teil der Region Kaschmir reden. Indien beansprucht wie Pakistan die gesamte Region fĂŒr sich.
«"Operation Sindoor" ist jetzt unsere neue Politik gegen den Terrorismus, eine neue Linie wurde damit gezogen», sagte Modi. Indien hatte unter diesem Namen Luftangriffe auf mehrere Ziele in Pakistan und dem pakistanischen Teil Kaschmirs gestartet. Nach eigenen Angaben wurden dabei neun «Terroristenlager» zerstört. Nach der indischen MilitĂ€raktion kam es zu teils heftigen Gefechten in den Grenzregionen und zu gegenseitigen Luftangriffen. Am Samstag verkĂŒndeten beide LĂ€nder ĂŒberraschend eine Waffenruhe. Indien warf dem Nachbarn jedoch schon wenige Stunden spĂ€ter VerstöĂe gegen die Feuerpause vor, was Pakistan umgehend zurĂŒckwies.
Die Angriffe waren eine Reaktion auf einen Terroranschlag im indischen Teil Kaschmirs am 22. April, bei dem 26 Menschen - vorwiegend indische Touristen - getötet wurden. Die Regierung in Neu-Delhi wirft Pakistan eine Beteiligung vor, Islamabad weist das zurĂŒck.


