Bundeswehreinsatz in Mali letztmalig verlÀngert
26.05.2023 - 13:49:32 | dts-nachrichtenagentur.deFĂŒr den entsprechenden Antrag der Bundesregierung stimmten 375 Abgeordnete, bei 263 Gegenstimmen und einer Enthaltung. Der Einsatz soll dann spĂ€testens am 31. Mai 2024 enden.
Die Kosten fĂŒr die einsatzbedingten Zusatzaufgaben beziffert die Bundesregierung auf rund 550,7 Millionen Euro. In Mali habe sich das Sicherheitsumfeld in den vergangenen Monaten durch die Ausbreitung terroristischer Gruppierungen weiter verschlechtert, auch in Folge eines "verminderten Verfolgungsdrucks", hieĂ es in dem Antrag. Die Regierung verwies dabei auch auf den RĂŒckzug der französisch gefĂŒhrten Missionen Barkhane und Takuba bis August 2022. Zudem stellten "fortdauernde administrative Behinderungen" und EinschrĂ€nkungen der Mission durch malische Stellen sowie die "groĂflĂ€chige Kooperation malischer und russischer SicherheitskrĂ€fte im Einsatz" Minusma vor Herausforderungen. Eingesetzt werden sollen wie bisher bis zu 1.400 Soldaten, die, "solange und soweit dies im Rahmen der RĂŒckverlegung möglich" sei, die Wiederherstellung der staatlichen AutoritĂ€t in Zentralmali und die "Schaffung eines sicheren Umfeldes" fĂŒr humanitĂ€re Hilfe unterstĂŒtzen sollen. AuĂerdem sollen sie zur Umsetzung des Abkommens von Algier fĂŒr "Frieden und Aussöhnung in Mali beitragen". Weitere Aufgaben der Bundeswehr zielen auf die Wahrnehmung von Schutz- und UnterstĂŒtzungsaufgaben, auf die UnterstĂŒtzung von Personal in den EU-Missionen in Mali sowie der Gemeinsamen Einsatztruppe der G5-Sahel-Staaten (G5 Sahel Force Conjointe), auf Lagebilderstellung und Lufttransport. "Die Teilnahme an Operationen zur TerrorismusbekĂ€mpfung ist nicht vom Auftrag erfasst", hieĂ es. Rechtliche Grundlage bleibt laut Antrag eine Reihe von BeschlĂŒsse des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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