Brasiliens Umweltministerin wirft Bolsonaro und Trump Erpressung vor
09.08.2025 - 11:13:52Mit Blick auf die im November in ihrem Land stattfindende Weltklimakonferenz COP30 sagte sie: "Der Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen bedeutet, dass andere doppelt so viel tun mĂŒssen, um den Planeten zu retten." Deshalb fordert sie, dass stattdessen Brasilien, die EuropĂ€ische Union, GroĂbritannien, SĂŒdafrika, China und Indien eine grundlegende strategische Rolle innerhalb der anderen Nationen ĂŒbernehmen mĂŒssten. "Wir mĂŒssen unseren Beitrag leisten, denn wir sind keine Selbstmörder", so Silva. Die COP30 mĂŒsse die Konferenz der Umsetzung der bereits getroffenen Vereinbarungen sein. "Bei der Konferenz vor zwei Jahren in Dubai, im Herzen der Ălförderung, haben wir unter anderem beschlossen, die ErderwĂ€rmung auf 1,5 °C zu begrenzen, die Mittel zur Umsetzung bereitzustellen, die erneuerbaren Energien zu verdreifachen und den Ausstieg aus der Abholzung zu vollziehen." Silva reagierte auf Kritik daran, dass Brasiliens PrĂ€sident Luiz InĂĄcio Lula da Silva den Klimaschutz im Land unterlaufe, etwa mit seiner UnterstĂŒtzung fĂŒr Ălförderung vor dem Amazonasdelta. "Der PrĂ€sident steht auf der Seite des Umweltschutzes. Er war es, der sich wĂ€hrend des Wahlkampfs und spĂ€ter im Amt dazu verpflichtet hat, die Abholzung bis 2030 auf null zu reduzieren", sagte Silva dem "Spiegel". Sie hofft, ein vom Nationalkongress unlĂ€ngst beschlossenes Gesetz, das die Erteilung von Umweltlizenzen vereinfacht, noch verĂ€ndern zu können. "PrĂ€sident Lula hat uns beauftragt, VorschlĂ€ge fĂŒr Alternativen zu unterbreiten, um die Punkte des Gesetzentwurfs zu korrigieren, die die nationalen und internationalen Klimaschutzverpflichtungen Brasiliens gefĂ€hrden", sagte Silva.


