Claren: Europa und USA geht es nicht um iranisches Volk
24.01.2026 - 13:56:31In den vergangenen Tagen habe sie direkte Nachrichten erhalten. Die Rede sei von kriegsĂ€hnlichen ZustĂ€nden und von wahllosen ErschieĂungen auf der StraĂe und an der HaustĂŒr. "Sie gehen von Haus zu Haus, nehmen alle fest, die teilgenommen haben. In einem Fall haben sie nicht festgenommen, sondern an der HaustĂŒre erschossen", zitiert Claren einen ihrer GesprĂ€chspartner aus dem Iran. Die Menschen trauten sich nicht, das Haus zu verlassen. Die StraĂen seien militarisiert, es herrsche quasi das MilitĂ€r. Ein GesprĂ€chspartner habe erklĂ€rt: "Wir haben Angst, beim Einkaufen erschossen zu werden."
Angesichts dieser Lage sei das Schweigen der internationalen Gemeinschaft umso enttĂ€uschender. Die ĂuĂerung von US-PrĂ€sident Donald Trump, inmitten der Proteste zu sagen: "Help is on the way", sei unverantwortlich. Die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), das Regime sei dem Ende geweiht, sei eine leere Floskel. Nicht nachvollziehbar sei auch das Verhalten Italiens, Frankreichs und Spaniens, eine EU-Terrorlistung der Islamischen Revolutionsgarde, also jene, die fĂŒr die brutale Repression in Iran verantwortlich seien, zu blocken.
Die Meldungen ĂŒber US-Kriegsschiffe, die auf dem Weg seien, fĂŒhrten zu höchster Alarmbereitschaft. "Hat sich mal einer der Verantwortlichen ĂŒberlegt, was dieses Katz-und-Maus-Spiel mit dem iranischen Volk macht? Wir wissen nicht, was die nahe Zukunft bringt, und welche geopolitischen Interessen siegen werden, aber eines ist klar: Niemandem geht es um das iranische Volk und ihr Recht auf Freiheit."


