Bundesregierung plant fĂŒr Kampfflugzeug FCAS 78 Millionen Euro ein
04.02.2020 - 17:55:43 | ad-hoc-news.de
Die deutsche Bundesregierung veranschlagt fĂŒr die demnĂ€chst anstehende Phase der Planungen des deutsch-französischen Mehrzweckkampffliegers FCAS knapp 78 Millionen Euro.
Start- und Landebahn an einem Flughafen - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
FĂŒr das Kampfflugzeug FCAS (âFuture Combat Air Systemâ) sollen im Jahr 2020 die ersten Technologiearbeiten beginnen. Das geht aus einem Schreiben des Bundesministeriums fĂŒr Finanzen an den Haushaltsausschuss des deutschen Bundestages hervor, ĂŒber welches die im Redaktionsnetzwerk Deutschland zusammengeschlossenen Zeitungen in ihren Ausgaben vom heutigen Mittwoch (04.02.2020) berichten. Laut Finanzministerium belĂ€uft sich der deutsche Anteil am Gemeinschaftsprojekt auf etwa 77,5 Millionen Euro (inklusive Umsatzsteuer). 50 Millionen Euro will Deutschland im Jahr 2020 zahlen, den Rest im kommenden Jahr.
Der französische Partner werden einen ebenso hohen Anteil ĂŒbernehmen, heiĂt es im Schreiben des BMF. Das Projekt gilt als bedeutsam fĂŒr die europĂ€ische Verteidigung: Der FCAS soll spĂ€testens ab 2040 die bislang eingesetzten Kampfflugzeuge Eurofighter und Tornado ersetzen können. Das Finanzministerium verweist darauf, dass dieses Vorhaben ĂŒber das Potenzial verfĂŒge, mittelfristig das gröĂte und bedeutendste europĂ€ische RĂŒstungsprojekt im Rahmen der Entwicklung des europĂ€ischen Kampfflugzeugsystems zu sein. Die Experten des BMF berufen sich ausdrĂŒcklich auf Informationen ihrer Kollegen aus dem Verteidigungsministerium. Diese hĂ€tten darauf verwiesen, dass der FCAS zwei wichtige Rollen erfĂŒlle: Einerseits sichere er den Erhalt von relevanten militĂ€rischen KernfĂ€higkeiten der europĂ€ischen Armeen. Andererseits belege er, wie europĂ€ische Staaten ihren gegenseitigen BĂŒndnisverpflichtungen nachkĂ€men. Das habe eine enorme politische Strahlkraft. Die erste Planungsphase soll nun dazu dienen, die Bewaffnung und technische Daten des neuen Kampfflugzeugs zu definieren. Das werde laut Planung in den nĂ€chsten 18 Monaten geschehen. Das Projekt könnte danach noch eingestellt werden, wenn sich die Realisierung als zu schwierig erweist. Damit hĂ€tten die gegenwĂ€rtigen AktivitĂ€ten der Planung eher einen vorlĂ€ufigen Charakter, so das BMF. Sie seien kein PrĂ€judiz fĂŒr die tatsĂ€chliche Realisierung. Wenn man aber die Flugzeugplanung danach weiter verfolgen werde, sei im Jahr 2021 die Demonstrationsphase geplant. Bis zum Jahr 2027 soll dann das endgĂŒltige Konzept feststehen. Das BMF Ă€uĂerte sich in seinem Schreiben auch zu den Gesamtkosten. Diese seien abhĂ€ngig davon, ob sich weitere Partner zukĂŒnftig am Projekt beteiligen wĂŒrden. Im Schreiben des Bundesfinanzministeriums betonen die Autoren die Gleichberechtigung der bislang beteiligten LĂ€nder Deutschland und Frankreich. Diese erhalten die gleichen Rechte an den technischen Planungsgrundlagen, und zwar in einem Umfang, der fĂŒr den Betrieb, die Instandhaltung und die Weiterentwicklung des Kampffliegers genĂŒgt. Man habe folgerichtig auch in den Bereichen Finanzierung und Arbeitsteilung eine grundsĂ€tzliche ParitĂ€t erzielt.
Die beteiligten Unternehmen sind der französische Dassault-Konzern und die deutsche Airbus als Haupt-Unterauftragnehmer. Die Triebwerksentwicklung teilen sich das deutsche Unternehmen MTU und der französische Spezialentwickler Safran. Auf französischer Seite sind auĂerdem die RĂŒstungsunternehmen Thales und MBDA beteiligt.
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