Firmen, Osteuropa

Deutsche Firmen investieren in Osteuropa statt in den USA

03.07.2025 - 16:41:56

Die deutsche Industrie lÀsst sich von den US-Zolldrohungen nicht unter Druck setzen.

Darauf deutet eine aktuelle Umfrage unter 1.000 VorstĂ€nden und GeschĂ€ftsfĂŒhrern deutscher Unternehmen hin, die von der Unternehmensberatung Horvath erstellt wurde und ĂŒber die das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) berichtet. Die Topmanager geben darin Einblick in die strategischen PrioritĂ€ten fĂŒr die kommenden fĂŒnf Jahre. Demzufolge planen die befragten Firmen nicht, in den kommenden Jahren mehr als bisher in den USA zu investieren.

Der von US-PrĂ€sident Donald Trump gewĂŒnschte wirtschaftliche Sog in die USA tritt damit wohl nicht ein. Trump will auslĂ€ndische Unternehmen durch hohe Zusatzzölle beim Export in die USA zur Verlagerung ihrer Produktion zwingen. Doch fĂŒr deutsche Firmen ist die unstete US-Politik eher ein Unsicherheitsfaktor. Der Standort Deutschland profitiert allerdings nicht davon. Die befragten deutschen Industrieunternehmen wollen zwar im Schnitt 37 Prozent ihres Investitionsbudgets in der Heimat ausgeben, was weiterhin der höchste Anteil ist. Doch der Wert ist im Vergleich zur Umfrage vor einem Jahr um zwei Prozentpunkte gesunken. Zudem plant mehr als die HĂ€lfte der Unternehmen, in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren ArbeitsplĂ€tze hierzulande abzubauen. Erhöhen wollen deutsche Unternehmen ihre PrĂ€senz dagegen in Osteuropa, SĂŒdeuropa und Indien. Hier planen sie, ihre Produktion auszubauen und neue Jobs zu schaffen.

@ dts-nachrichtenagentur.de