Europa, EU

EU-Kommission will EuropÀischen Behindertenausweis

06.09.2023 - 15:01:51

Die EU-Kommission plant einen lĂ€nderĂŒbergreifend gĂŒltigen Behindertenausweis. Der Vorschlag muss noch von den EU-LĂ€ndern und dem Europaparlament diskutiert werden, bevor er umgesetzt wird.

FĂŒr Menschen mit Behinderungen in Europa soll es nach Willen der EU-Kommission kĂŒnftig einen einheitlichen Ausweis geben. Damit sollen Menschen mit Behinderungen «gleichberechtigt Zugang zu Sonderkonditionen, Vorzugsbehandlung und Parkrechten haben, wenn sie einen anderen Mitgliedstaat besuchen», hieß es heute von der BrĂŒsseler Behörde.

Auch solle der derzeitige EU-Parkausweis fĂŒr Menschen mit EinschrĂ€nkungen verbessert werden. Beide Ausweise sollen in der ganzen EU anerkannt werden und sowohl als physische Karte als auch digital erhĂ€ltlich sein.

Der Nachweis soll demnach besondere Bedingungen und Vorzugsbehandlungen bei öffentlichen und privaten Einrichtungen ermöglichen, darunter beispielsweise ermĂ€ĂŸigte GebĂŒhren und Zugang zu Blindenschrift und Audioguides. Er soll nationale Behindertenausweise oder -zertifikate nicht ersetzen, sondern als ErgĂ€nzung dienen. Zudem sollen die MitgliedslĂ€nder weiterhin fĂŒr die Beurteilung des Behindertenstatus zustĂ€ndig sein.

Vorschlag muss noch diskutiert werden

Der derzeitige EU-Parkausweis fĂŒr Menschen mit Behinderungen sollte zwar in allen EU-LĂ€ndern anerkannt werden, das sei aber nicht immer der Fall. Diese Situation werde verschĂ€rft durch Unterschiede im Format, Gestaltung und Anwendung des Ausweises in der EU. Daher will die Kommission ein verbindliches und standardisiertes Ausweismodell einfĂŒhren. Sicherheitsmerkmale sollen Betrug und FĂ€lschung verhindern.

Der Vorschlag der Kommission muss nun von den EU-LÀndern und dem Europaparlament diskutiert werden. Nach einer Einigung haben die LÀnder nach dem Willen der Kommission 18 Monate Zeit, die PlÀne in nationales Recht umzusetzen. Ein Jahr spÀter sollen die Ausweise dann beantragt werden können. Menschen mit Behinderungen und deren Organisationen seien an der Ausarbeitung der PlÀne beteiligt gewesen.

@ dpa.de

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