Von der Leyen prÀsentiert Plan zur Nutzung von Russen-Geld
03.12.2025 - 14:06:37EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen hat einen konkreten Vorschlag zur Nutzung von russischem Staatsvermögen fĂŒr die Ukraine vorgelegt. Das in BrĂŒssel prĂ€sentierte Konzept sieht vor, in der EU festgesetzte Gelder der Zentralbank fĂŒr Darlehen in Höhe von bis zu 210 Milliarden Euro an die Ukraine zu verwenden. Deren Finanzbedarf wurde zuletzt allein fĂŒr die kommenden beiden Jahre auf 135,7 Milliarden Euro geschĂ€tzt. Bis Ende 2027 könnten nach Kommissionsangaben bis zu 90 Milliarden Euro aus dem sogenannten Reparationsdarlehen kommen.
Als Alternative zu dem Plan legte von der Leyen zudem einen konkreten Vorschlag fĂŒr die Aufnahme neuer EU-Schulden fĂŒr die Ukraine vor. Zahlreiche LĂ€nder wie Deutschland lehnen dies allerdings ab und setzen darauf, den bislang anhaltenden Widerstand Belgiens gegen die Nutzung der russischen Gelder zu brechen. Das EU-Land spielt eine zentrale Rolle bei dem Vorhaben, da ein GroĂteil der russischen Gelder dort derzeit von dem Unternehmen Euroclear verwaltet wird.
Ihre Ablehnung begrĂŒndet die belgische Regierung bislang mit rechtlichen und finanziellen Risiken. Dabei sieht sie auch die Gefahr, dass Russland Vergeltung ĂŒbt und europĂ€ische Privatpersonen und Unternehmen in Russland enteignet.
Kommission schlĂ€gt Schutzmechanismen fĂŒr Belgien vor
Um der belgischen Regierung Sorgen zu nehmen, prĂ€sentierte von der Leyen nun auch VorschlĂ€ge fĂŒr Schutzmechanismen. Die Details sollen aber erst nach Beratungen der Mitgliedstaaten darĂŒber bekannt gemacht werden.
Von der Leyen warb zur Vorstellung des Pakets noch einmal fĂŒr die Nutzung der russischen Gelder. Damit erhöhe man die Kosten fĂŒr Russlands Angriffskrieg, sagte sie. Dies sollte ein zusĂ€tzlicher Anreiz fĂŒr Russland sein, sich an den Verhandlungstisch zu begeben.
Eine Entscheidung soll im Idealfall bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten in rund zwei Wochen in BrĂŒssel fallen. Das Grundkonzept ist bereits seit mehreren Monaten bekannt und wird auch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterstĂŒtzt. Es sieht vor, dass Russland das Geld nur dann zurĂŒckbekommt, wenn es nach einem Ende seines Angriffskriegs gegen die Ukraine Reparationszahlungen leistet. FĂŒr den Fall, dass das eingefrorene russische Geld zum Beispiel infolge von internationalen Urteilen oder Deals unerwartet wieder freigegeben werden mĂŒsste, mĂŒssten die EU-Staaten lediglich Garantien leisten.







