Verfahren, OnlinehÀndler

EU kĂŒndigt Verfahren gegen OnlinehĂ€ndler Shein an

05.02.2025 - 12:03:56

Die EU-Kommission will verstÀrkt gegen den Online-HÀndler Shein vorgehen.

Man habe das Unternehmen aus Singapur ĂŒber die Einleitung einer koordinierten Maßnahme informiert, teilte die BrĂŒsseler Behörde am Mittwoch mit. Sie kĂŒndigte zudem an, Maßnahmen zu ergreifen, um den Risiken entgegenzuwirken, die sich aus Importen von geringem Wert ergeben, die ĂŒber Online-HĂ€ndler aus DrittlĂ€ndern und MarktplĂ€tze, auf denen HĂ€ndler aus DrittlĂ€ndern ansĂ€ssig sind, verkauft werden. Unter anderem geht es um Maßnahmen in den Bereichen Zoll und Handel, wie die EinfĂŒhrung von Zollkontrollen, den Verbraucherschutz und die Gesetze ĂŒber digitale Dienste und digitale MĂ€rkte. Im vergangenen Jahr gelangten laut EU-Kommission rund 4,6 Milliarden Sendungen von geringem Wert, also Waren mit einem Wert von höchstens 150 Euro, in den EU-Markt, was zwölf Millionen Paketen pro Tag entspricht.

Dies waren doppelt so viele wie 2023 und dreimal so viele wie 2022, und viele dieser Waren entsprechen nicht den europĂ€ischen Rechtsvorschriften. Dieses exponentielle Wachstum werfe "zahlreiche Bedenken" auf, so die EU-Kommission. Vor allem gebe es immer mehr schĂ€dliche Produkte, die in die EU gelangten. Der Anstieg importierter Waren könne die Rechte der europĂ€ischen Verbraucher und ihre Sicherheit gefĂ€hrden, sagte EU-Justizkommissar Michael McGrath. "Jetzt ist es an der Zeit, dass Team Europa zusammenkommt, um diese Bedrohungen anzugehen und die europĂ€ischen Verbraucher zu schĂŒtzen." EU-Handelskommissar Maros Sefcovic ergĂ€nzte, dass die Reform der Zollunion, die die Kommission im Mai 2023 vorgelegt hatte, die Zollbefreiung fĂŒr Pakete mit geringem Wert beseitigen und die Kontrolle durch eine vorgeschlagene EU-Zollbehörde und eine EU-Zolldatenplattform verbessern soll. "Dies wĂ€re ein echter Game-Change, um die Wettbewerbsbedingungen fĂŒr E-Commerce-Spieler zu verbessern."

@ dts-nachrichtenagentur.de