Thailand, Kambodscha

Thailand und Kambodscha: PrekÀre Waffenruhe hÀlt weitgehend

30.07.2025 - 05:15:23

Die Feuerpause zwischen Thailand und Kambodscha scheint zu halten - weitgehend zumindest. Aber es gibt weiter Beschuldigungen beider Seiten. Wie geht es nun weiter?

  • Die prekĂ€re Feuerpause scheint weitgehend zu halten. - Foto: Anton L. Delgado/AP/dpa

    Anton L. Delgado/AP/dpa

  • Auch zivile GebĂ€ude wurden bei den mehrtĂ€gigen KĂ€mpfen zerstört. - Foto: Wissarut Weerasopon/ZUMA Press Wire/dpa

    Wissarut Weerasopon/ZUMA Press Wire/dpa

  • Am Montag hatten sich beide Seiten auf eine Waffenruhe geeinigt. - Foto: Bernama/XinHua/dpa

    Bernama/XinHua/dpa

Die prekÀre Feuerpause scheint weitgehend zu halten. - Foto: Anton L. Delgado/AP/dpaAuch zivile GebÀude wurden bei den mehrtÀgigen KÀmpfen zerstört. - Foto: Wissarut Weerasopon/ZUMA Press Wire/dpaAm Montag hatten sich beide Seiten auf eine Waffenruhe geeinigt. - Foto: Bernama/XinHua/dpa

Die prekĂ€re Waffenruhe im Grenzgebiet zwischen Thailand und Kambodscha scheint weitgehend zu halten. Ein Reporter des Senders Channel News Asia berichtete aus der Region, dass seit dem Inkrafttreten der Feuerpause in der Nacht zum Dienstag kein Artilleriefeuer mehr zu hören gewesen sei. Davor war es fĂŒnf Tage lang zu schweren KĂ€mpfen gekommen.

Thailand wirft dem Nachbarland aber weiter VerstĂ¶ĂŸe gegen das Abkommen vor. Kambodschanische StreitkrĂ€fte hĂ€tten thailĂ€ndische MilitĂ€rstellungen in Phu Makua in der Provinz Sisaket mit Kleinwaffen und Granaten angegriffen, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums in Bangkok. 

Kambodscha wies die Beschuldigungen hingegen zurĂŒck. Durch solche falschen Anschuldigungen wĂŒrden «das fragile Vertrauen und der notwendige Dialog fĂŒr einen dauerhaften Frieden» aufs Spiel gesetzt, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums in Phnom Penh.

Trump drÀngte auf Einigung

Die Regierungschefs der beiden sĂŒdostasiatischen Nachbarn hatten sich am Montag bei einem Treffen in Malaysia auf eine «sofortige und bedingungslose» Waffenruhe geeinigt. An den vom malaysischen MinisterprĂ€sidenten Anwar Ibrahim geleiteten GesprĂ€chen nahmen auch Vertreter aus den USA und China teil. Malaysia hat in diesem Jahr den Vorsitz der sĂŒdostasiatischen Staatengemeinschaft Asean. Zuvor hatte vor allem US-PrĂ€sident Donald Trump auf eine schnelle Waffenruhe gedrĂ€ngt.

Seit vergangenem Donnerstag war es an der mehr als 800 Kilometer langen Grenze zwischen den beiden sĂŒdostasiatischen Nachbarn zu schweren Gefechten gekommen. Es gibt Tote und Verletzte auf beiden Seiten, darunter vor allem Zivilisten. Mehr als 200.000 Menschen wurden den Behörden zufolge vertrieben. Hunderttausende Kambodschaner, die in Thailand als Arbeitsmigranten lebten, strömten zurĂŒck in die Heimat. 

Treffen der Verteidigungsminister geplant

Der Konflikt zwischen den beiden NachbarlĂ€ndern schwelt schon seit Jahrzehnten. Beide Seiten warfen sich vor, die Gewalt ausgelöst zu haben. Was genau zu der Eskalation fĂŒhrte, ist nach wie vor unklar.

MilitĂ€rfĂŒhrer hatten am Dienstag bei einem Treffen an der Grenze die Waffenruhe bestĂ€tigt. Anfang kommender Woche sind GesprĂ€che zwischen den Verteidigungsministern beider Staaten geplant, die in Kambodscha stattfinden sollen.

@ dpa.de