EU-Kommission, Verfahren

EU-Kommission verteidigt Verfahren gegen US-Tech-Konzerne

11.04.2025 - 06:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die fĂŒr Digitales zustĂ€ndige Exekutiv-VizeprĂ€sidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen, hat die Verfahren gegen US-Tech-Konzerne gegen Kritik verteidigt.

Instagram-Logo auf einem Smartphone (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Instagram-Logo auf einem Smartphone (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Mehrere der Verfahren, in denen die Kommission wegen WettbewerbsverstĂ¶ĂŸen oder eines zu laxen Umgangs mit illegalen Inhalten gegen Firmen wie Apple, Meta und X vorgeht, seien bald fertig, sagte die Finnin der "SĂŒddeutschen Zeitung" und mehreren europĂ€ischen Zeitungen (Freitagsausgaben). "Wir haben viele Verfahren in der Pipeline, und ich denke, dass wir sie unsere Ermittlungen in den kommenden Wochen bis Monaten abschließen werden", sagte Virkkunen. "Wir werden unsere Regeln durchsetzen." Die Finnin wehrte sich gegen den Vorwurf von Vertretern der US-Regierung, die europĂ€ischen Digitalgesetze stellten Handelsbarrieren dar.

Der Wirtschaftsberater von US-PrĂ€sident Donald Trump, Peter Navarro, hatte die Tech-Regulierung der EU zuletzt sinngemĂ€ĂŸ als "lawfare" eingestuft. Das Kunstwort steht im Englischen fĂŒr eine Art KriegfĂŒhrung mit den Mitteln des Rechts. Virkkunen widersprach dieser Darstellung. "Wir haben bestimmte Vorschriften in der EU", sagte sie. "Das sind keine Handelshemmnisse." Es seien dieselben Regeln fĂŒr Firmen aus Europa, den USA oder China. Man habe nie einzelne Konzerne im Visier, wobei jedoch gelte: je grĂ¶ĂŸer eine Firma, desto höher die Anforderungen. Nachdem Trump die "reziproken" Zölle gegen zahlreiche Handelspartner vorerst fĂŒr 90 Tage ausgesetzt hatte, zeigte sich Virkkunen erleichtert. Sie begrĂŒĂŸe die Entscheidung des US-PrĂ€sidenten; jetzt sei es wichtig, ein gutes Verhandlungsergebnis zu erzielen. Um Raum dafĂŒr zu schaffen, hat die EU ihre Vergeltung fĂŒr die auf Stahl- und Aluminiumimporte in die USA erhobenen Sektorzölle in Höhe von 25 Prozent ebenfalls um 90 Tage verschoben. Virkkunen stellte dennoch klar, dass Europa nicht zögern werde, wenn nötig seinerseits zu reagieren - auch im Bereich digitaler Dienstleistungen. "Darauf haben wir uns vorbereitet. Wir mĂŒssen bereit sein, unsere Industrien und BĂŒrger zu schĂŒtzen", so Virkkunen.

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