Moskauer, FlughÀfen

Drei Moskauer FlughÀfen melden AusfÀlle wegen Drohnengefahr

10.09.2024 - 08:08:16

Die Gefahr von Drohnenattacken zwingt auch Moskauer FlughĂ€fen immer wieder zu einem Stopp von Starts und Landungen. Diesmal waren gleich drei Airports betroffen - und ĂŒber viele Stunden.

Nach den Drohnenattacken im Moskauer Gebiet haben drei HauptstadtflughĂ€fen ĂŒber Stunden keine Starts und Landungen mehr zugelassen. Betroffen gewesen seien die Airports Wnukowo, Domodedowo und Schukowski, teilte die russische Luftverkehrsbehörde Rosawiazija in Moskau mit. Demnach lief der Betrieb nur am grĂ¶ĂŸten Hauptstadt-Flughafen Scheremetjewo ungehindert weiter. 

An den anderen drei Airports gab es den Angaben zufolge ĂŒber sechs Stunden lang bis zum Morgen keine Starts und Landungen. Die Zahl der FlugausfĂ€lle war zunĂ€chst unklar. Gegen 8.00 Uhr morgens (7.00 Uhr MESZ) gab es Entwarnung. Die EinschrĂ€nkungen seien aufgehoben, hieß es. Zuvor wurden laut russischen Angaben im Moskauer Gebiet mehr als ein Dutzend Drohnen abgeschossen.

«Die Flugzeugbesatzungen, Fluglotsen und Flughafendienste ergriffen alle erforderlichen Maßnahmen, um die Flugsicherheit zu gewĂ€hrleisten - dies hat oberste PrioritĂ€t», sagte ein Rosawizija-Sprecher. Auch in der Vergangenheit gab es an den Moskauer FlughĂ€fen nach Drohnenattacken zeitweise Stopps von Starts und Landungen.

Diese neuen EinschrĂ€nkungen dĂŒrften die grĂ¶ĂŸten seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor mehr als zweieinhalb Jahren gewesen sein. Die Ukraine greift in ihrem Abwehrkampf auch immer wieder Ziele in Russland an.

Auch in Kasan, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan, gab es erneut keine Starts und Landungen auf dem Flughafen. Dort will Kremlchef Wladimir Putin sich im Oktober als Gastgeber des Brics-Gipfels aufstrebender IndustrielĂ€nder prĂ€sentieren. Brics steht abgekĂŒrzt fĂŒr die GrĂŒndungsmitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und SĂŒdafrika. Es gehören inzwischen aber weitere LĂ€nder dazu. Es ist das mit Abstand grĂ¶ĂŸte politische Ereignis in Russland in diesem Jahr.

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen, dass mindestens 144 Drohnenangriffe in verschiedenen Teilen des Landes abgewehrt worden seien. Allein die an der Grenze zur Ukraine gelegene Region Brjansk meldete 72 abgewehrte Attacken. In der Stadt Ramenskoje nahe Moskau starb eine 46 Jahre alte Frau nach Behördenangaben, als nach einem Drohnenangriff die oberen Etagen eines Hauses in Brand gerieten. Drei Menschen wurden demnach verletzt. Dutzende Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden.

@ dpa.de