Russland, Ukraine

GrĂŒne deuten mögliche UnterstĂŒtzung fĂŒr Bundeswehr in der Ukraine an

12.01.2026 - 00:01:00

Die GrĂŒnen-Vorsitzende Franziska Brantner deutet die Zustimmung ihrer Partei zu einem möglichen Einsatz der Bundeswehr in der Ukraine an."Wenn es den Waffenstillstand gibt und die Ukraine es will, wird sich Deutschland seiner Verantwortung nicht entziehen.

Deutschland muss bereit sein, einen Waffenstillstand in der Ukraine militĂ€risch mitabzusichern", sagte Brantner der "SĂŒddeutschen Zeitung". Dies sei jedoch an Voraussetzungen gebunden, da Deutschland keine Soldaten in einen offenen Konflikt entsenden werde. FĂŒr die deutsche Sicherheit sei es entscheidend, Russlands PrĂ€sidenten Wladimir Putin in der Ukraine zu stoppen.

Mit Blick auf die rabiate Machtpolitik des US-PrĂ€sidenten Donald Trump forderte sie mehr HĂ€rte von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Trump respektiert nur StĂ€rke. Der Bundeskanzler wird hĂ€ufiger Grenzen ziehen und sagen mĂŒssen: Bis hierhin und keinen Schritt weiter.", sagte die GrĂŒnen-Politikerin. Das wĂ€re ihrer Meinung nach schon im Fall Venezuela nötig gewesen.

Im Fall Grönland mĂŒsse Europa zeigen, "dass eine Einverleibung weitreichende Konsequenzen hĂ€tte". Die Politik der USA verĂ€ndere sich fundamental. "Zu glauben, das wird schon wieder, ist verantwortungslos", so Brantner. Deutschland und Europa mĂŒssten unabhĂ€ngiger werden. Brantner fordert deshalb eine EuropĂ€ische Verteidigungsunion. "Wir brauchen europĂ€ische StreitkrĂ€fte, die einsatzfĂ€hig sind, funktionierende Entscheidungsstrukturen, gemeinsame Beschaffung und eine europĂ€ische RĂŒstungsagentur, die tatsĂ€chlich Entscheidungen treffen kann", sagte Brantner.

Die Frage, ob mit der VerĂ€nderung der Welt auch die Ära der GrĂŒnen als Friedenspartei ende, verneint Brantner. "Wir sind die stĂ€rkste Friedenspartei", sagte sie. Was Europa Frieden gebracht habe, sei die Anerkennung territorialer IntegritĂ€t gewesen. "Diese Ordnung wollen wir verteidigen - gegen diejenigen, die zurĂŒck in Muster wollen, die Europa ĂŒber Jahrhunderte in Kriege gefĂŒhrt haben". Das sei "der beste Ansatz fĂŒr Frieden".

@ dts-nachrichtenagentur.de

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