LĂ€nder, Lateinamerikas

LĂ€nder Lateinamerikas besorgt wegen Wahl in Venezuela

29.07.2024 - 19:38:21

Die internationale Kritik an der umstrittenen PrÀsidentenwahl ist massiv. Mehrere LÀnder Lateinamerikas wollen eine Resolution bei der Organisation Amerikanischer Staaten erreichen.

  • Die Opposition reklamiert ihrerseits den Sieg fĂŒr sich. - Foto: Matias Delacroix/AP/dpa

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  • Der Nationale Wahlrat (CNE) erklĂ€rte Amtsinhaber Maduro zum Wahlsieger. - Foto: Fernando Vergara/AP

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  • Nach Jahrzehnten an der Macht haben die linken Chavisten alle SchlĂŒsselpositionen mit AnhĂ€ngern besetzt. - Foto: Jeampier Mattey/dpa

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Die Opposition reklamiert ihrerseits den Sieg fĂŒr sich. - Foto: Matias Delacroix/AP/dpaDer Nationale Wahlrat (CNE) erklĂ€rte Amtsinhaber Maduro zum Wahlsieger. - Foto: Fernando Vergara/APNach Jahrzehnten an der Macht haben die linken Chavisten alle SchlĂŒsselpositionen mit AnhĂ€ngern besetzt. - Foto: Jeampier Mattey/dpa

Nach einer von FĂ€lschungsvorwĂŒrfen begleiteten PrĂ€sidentenwahl in Venezuela wollen mehrere Staaten Lateinamerikas eine Dringlichkeitssitzung des StĂ€ndigen Rates der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) beantragen. Dabei soll eine Resolution verabschiedet werden, «die den Willen des Volkes im Rahmen der Demokratischen Charta und der Grundprinzipien der Demokratie in unserer Region schĂŒtzt», hieß es in einer vom Außenministerium Ecuadors veröffentlichten gemeinsamen ErklĂ€rung auf der Plattform X. 

Die Regierungen Argentiniens, Costa Ricas, Ecuadors, Guatemalas, Panamas, Paraguays, Perus, der Dominikanischen Republik und Uruguays bringen darin ihre tiefe Besorgnis ĂŒber den Verlauf der PrĂ€sidentenwahl in Venezuela zum Ausdruck. Sie fordern «eine vollstĂ€ndige ÜberprĂŒfung der Ergebnisse in Anwesenheit unabhĂ€ngiger Wahlbeobachter, um die Achtung des Willens des venezolanischen Volkes zu gewĂ€hrleisten, das sich zahlreich und friedlich an den Wahlen beteiligt hat», hieß es.

Perus Botschafter sei zu Konsultationen zurĂŒckgerufen worden, teilte Perus Außenminister Javier GonzĂĄlez-Olaechea mit. Brasiliens Regierung habe ihre Zufriedenheit ĂŒber den «friedlichen Charakter» des Wahltages in Venezuela zum Ausdruck gebracht und bekrĂ€ftigt, den Prozess weiterhin genau zu beobachten, teilte das Außenministerium mit.

Nach der PrĂ€sidentenwahl im Krisenstaat Venezuela haben sowohl der autoritĂ€re NicolĂĄs Maduro als auch die Opposition den Sieg fĂŒr sich beansprucht. Der Nationale Wahlrat (CNE) erklĂ€rte Amtsinhaber Maduro zum Wahlsieger. Die Opposition erkannte das offizielle Ergebnis nicht an und reklamierte den Sieg fĂŒr ihren Kandidaten Edmundo GonzĂĄlez Urrutia. Auch im Ausland wie in den USA wurden schnell Zweifel am offiziellen Wahlergebnis laut. 

Venezuela leidet unter Missmanagement, Korruption und Sanktionen. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Mehr als sieben Millionen Menschen haben das Land nach UN-Angaben in den vergangenen Jahren wegen Armut und Gewalt verlassen.

@ dpa.de