Israel setzt MilitÀroffensive im Westjordanland fort
04.07.2023 - 11:50:26Man beseitige die "Quelle des Terrorismus", bevor es zu weiteren AnschlĂ€gen komme, teilten die Israelischen VerteidigungsstreitkrĂ€fte (IDF) am Dienstag mit. Die Operation in Dschenin gilt als eine der gröĂten seit rund 20 Jahren.
In der Nacht zum Montag hatte die israelische Luftwaffe zunĂ€chst Ziele im Westjordanland bombardiert und war anschlieĂend mit Bodentruppen in das Gebiet rund um die Stadt vorgerĂŒckt. Dabei kam es zu Schusswechseln mit militanten PalĂ€stinensern. SpĂ€ter prĂ€sentierten die IDF sichergestellte Granaten, Waffen und Munition. Ebenso seien 120 VerdĂ€chtige festgenommen worden. Ein in Dschenin liegendes FlĂŒchtlingslager mit circa 17.000 Bewohnern steht im Zentrum der Auseinandersetzungen. Das Lager sei eine "Hochburg der Terroristen", so die IDF. Das palĂ€stinensische Gesundheitsministerium hatte am Montagabend mitgeteilt, dass seit Beginn der Operation mindestens zehn PalĂ€stinenser getötet und 50 verletzt worden seien, zehn davon schwer. Der PrĂ€sident der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, hat den Kontakt zu Israel unterdessen ausgesetzt. Die Vereinten Nationen reagierten am Dienstagmorgen besorgt auf die israelische Offensive. Alle militĂ€rischen Operationen mĂŒssten unter "voller Achtung des humanitĂ€ren Völkerrechts" durchgefĂŒhrt werden, sagte der stellvertretende UN-Sprecher Farhan Haq. Laut Angaben des UN-Hilfswerks haben viele der Lagerbewohner ihre UnterkĂŒnfte verlassen, um vor den KĂ€mpfen zu fliehen.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


