Letzte, Generation

Letzte Generation in Österreich stellt Proteste ein

06.08.2024 - 09:25:22

Die Klima-Proteste waren vielfĂ€ltig: Eine Blaskapelle spielte auf der Autobahn, AktionĂ€rssitzungen wurden gestört, ProtestmĂ€rsche organisiert, TheaterstĂŒcke unterbrochen. Jetzt ist Schluss - vorerst.

 

Wien (dpa) - Das Klima-BĂŒndnis Letzte Generation stellt in Österreich seine Proteste ein. «Wir sehen keine Perspektive fĂŒr Erfolg mehr», teilte das BĂŒndnis mit. Seit zweieinhalb Jahren habe man versucht, durch vielfĂ€ltige Aktionen die Regierung aus konservativer ÖVP und GrĂŒnen sowie die BĂŒrger zu einer Abkehr von fossilen Brennstoffen zu bewegen. Jetzt sehe man ein, «dass Österreich weiter in fossiler Ignoranz bleiben will und damit in Kauf nimmt, fĂŒr den Tod von Milliarden von Menschen mitverantwortlich zu sein». Die restlichen Finanzmittel wĂŒrden verwendet, um die Kosten der zahlreichen Verfahren gegen Mitglieder der Letzten Generation zu decken. Einzelne Klima-Aktivisten mĂŒssten mehrere zehntausend Euro zahlen. 

Das Ende der Kampagne bedeute aber nicht, dass es kĂŒnftig keinerlei Klima-Proteste mehr in Österreich geben werde - dann aber unter neuem Namen. «Wir machen Platz, damit Neues entstehen kann. Wir haben mehr Menschen als je zuvor politisiert und Samen fĂŒr einen friedlichen Aufstand gepflanzt», hieß es. 

In Deutschland will die Letzte Generation weiter protestieren

Die Letzte Generation Österreich hatte seit Anfang 2022 mit zahlreichen Aktionen immer wieder fĂŒr Schlagzeilen gesorgt. Die Klima-Aktivisten hatten sich auf Straßen geklebt, AktionĂ€rssitzungen gestört, Musikkonzerte und TheaterstĂŒcke unterbrochen und sich zuletzt auch an den Protesten auf europĂ€ischen FlughĂ€fen beteiligt. 

In Deutschland sei kein Ende des Protests geplant, im Gegenteil, sagte eine Sprecherin der Letzten Generation, Marion Fabian. Es werde unter anderem weitere Aktionen an FlughĂ€fen gegen den klimaschĂ€dlichen Flugverkehr geben, kĂŒndigte sie an.

@ dpa.de