Nahost, Israel

Israel greift Hamas-Posten an

16.09.2023 - 01:14:59

Die Konfrontationen an der Gaza-Grenze gehen weiter. Es kommt erneut zu gewalttÀtigen ZwischenfÀllen mit Verletzten.

Nach Konfrontationen an der Grenze zum Gazastreifen hat Israels Armee einen MilitĂ€rposten der islamistischen Hamas angegriffen. Der Posten sei wĂ€hrend eines gewalttĂ€tigen Aufstands am Sicherheitszaun durch einen Luftschlag getroffen worden, teilte das israelische MilitĂ€r am Freitagabend mit. PalĂ€stinenser hĂ€tten zuvor mehrere SprengsĂ€tze und Granaten auf israelische Soldaten geworfen. Diese hĂ€tten darauf mit «Mitteln zur UnterdrĂŒckung von Ausschreitungen» reagiert.

Nach Angaben des Gesundheitsministerium in Gaza wurden zwölf PalÀstinenser durch scharfe Munition, Gummigeschosse oder TrÀnengas verletzt. Unter den Verletzten war demnach auch ein palÀstinensischer Foto-Journalist, der von einem TrÀnengaskanister an der Hand getroffen wurde.

Mehrere Hundert PalĂ€stinenser hatten sich nach Aufrufen militanter Fraktionen, darunter auch die in dem KĂŒstenstreifen herrschende Hamas, an der Grenze versammelt. Sie wollten nach palĂ€stinensischen Angaben SolidaritĂ€t mit palĂ€stinensischen HĂ€ftlingen in israelischen GefĂ€ngnissen ausdrĂŒcken. Der Vorfall ereignete sich zu Beginn des jĂŒdischen Neujahrsfest Rosch Haschana, an dem Israels Sicherheitsbeamte in erhöhter Alarmbereitschaft waren.

Zuletzt kam es wieder öfters zu Konfrontationen an der Gaza-Grenze. Am Mittwoch waren bei einer Kundgebung an der Grenze sechs PalĂ€stinenser ums Leben gekommen. Nach Angaben des israelischen MilitĂ€rs soll beim Versuch, einen Sprengsatz auf israelische Soldaten zu werfen, dieser innerhalb des Gazastreifens explodiert sein. Im Gazastreifen wurde lediglich ĂŒber eine «mysteriöse Explosion» berichtet.

Im Gazastreifen leben mehr als zwei Millionen Menschen unter sehr schlechten Bedingungen. Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht an sich gerissen. Israel verschĂ€rfte daraufhin eine Blockade des KĂŒstengebiets, die von Ägypten mitgetragen wird.

@ dpa.de