Die letzte RuhestÀtte: Santa Maria Maggiore
Veröffentlicht am: 21.04.2025 um 10:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAnders als viele VorgĂ€nger wird Papst Franziskus nicht im Petersdom seine letzte Ruhe finden, sondern voraussichtlich in der Basilika Santa Maria Maggiore. Die Marienkirche aus dem fĂŒnften Jahrhundert, ganz in der NĂ€he des Hauptbahnhofs von Rom, gehörte schon zu Lebzeiten zu seinen Lieblingsorten. Gleich nach seiner Wahl im MĂ€rz 2013 begab er sich dorthin. Zuletzt stattete er am Sonntag vergangener Woche, dem Palmsonntag, der Basilika einen Besuch ab. Die heutige Basilika ist die wichtigste der mehr als 40 Marienkirchen Roms.
Es war seit Beginn seines Pontifikats Tradition, dass er vor Reisen dort vorbeischaute. Vor der Ikone Salus Populi Romani (Heil des römischen Volkes) zu Ehren der Jungfrau Maria verneigte er sich dann stets zum Gebet - mehr als hundertmal, wie Vatikan-Chronisten berichten.
Kurz vor Weihnachten 2023 gab der frĂŒhere Erzbischof von Buenos Aires bekannt, dass er in Santa Maria Maggiore auch bestattet werden will. «Wie ich es der Jungfrau immer versprochen habe», sagte er in einem TV-Interview. Einige Monate spĂ€ter fĂŒgte er hinzu: «Es ist alles bereit.» SpĂ€ter legte er in einer weitreichenden Aktualisierung der BegrĂ€bnisordnung fĂŒr PĂ€pste fest, dass kĂŒnftig auch Bestattungen auĂerhalb der Mauern des Vatikans möglich sind.
In der Basilika gibt es GrÀber von sechs PÀpsten
In Santa Maria Maggiore - eine von insgesamt vier pÀpstlichen Basiliken in Rom - gibt es bereits die GrÀber von sechs PÀpsten. Zuletzt wurde dort 1669 Clemens IX. beigesetzt. Seither wurde es zur Gewohnheit, dass PÀpste nach ihrem Tod im Petersdom oder in den darunter liegenden vatikanischen Grotten bestattet werden. An diesem Ort ruhen auch Franziskus' VorgÀnger Johannes Paul II. (1920-2005) und Benedikt XVI. (1927-2022)
Spekuliert wird, dass Franziskus in einer Unterkapelle in der NĂ€he der von ihm so geliebten Marienikone seine letzte Ruhe finden wird. Dort ist eigentlich ein Grab fĂŒr den spanischen Kardinal Santos Abril y CastellĂł vorgesehen, emeritierter Erzpriester von Santa Maria Maggiore. Der Spanier gilt jedoch als guter Freund von Franziskus und wĂŒrde ihm den Platz wohl ĂŒberlassen.
