Selenskyj fordert in Saporischschja reichweitenstarke Waffen
02.09.2024 - 22:39:27Unweit der Front hat der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj in Saporischschja bei einem Treffen mit dem niederlĂ€ndischen Regierungschef Dick Schoof erneut reichweitenstarke Waffen gefordert. Nötig sei nicht nur die Freigabe von Waffen fĂŒr SchlĂ€ge gegen Ziele im russischen Hinterland, sondern auch die Lieferung dieser Raketen, sagte Selenskyj nur einige Dutzende Kilometer von der Front im SĂŒden der Ukraine entfernt.
Russland hat das Gebiet Saporischschja teils besetzt, nicht aber die gleichnamige Gebietshauptstadt, in der sich Schoof ĂŒber den ukrainischen Verteidigungskampf informierte. Der NiederlĂ€nder sicherte weitere Hilfe zu.
Gesprochen worden sei ĂŒber Wege, die Verteidigungskraft des Landes zu stĂ€rken, um einen gerechten Frieden zu erreichen, teilte Selenskyj mit. Dabei gehe es um Flugabwehr, darunter neue Flugabwehr-Systeme vom Typ Patriot samt Geschossen, um die Ausweitung der Flotte mit den von Partnern gelieferten Kampfjets vom Typ F-16 sowie um mehr Munition und AusrĂŒstung sowie um weitere Sanktionen gegen Russland. «All diese MaĂnahmen sind wichtig, um zu verhindern, dass Russland in der Ukraine neue Fronten eröffnet», sagte Selenskyj.
Der ukrainische Staatschef machte deutlich, dass er auf eine Freigabe reichweitenstarker Waffen hoffe und nannte dabei die LĂ€nder USA, GroĂbritannien, Frankreich und Deutschland. Kiew schaue heute mit gröĂerem Optimismus auf die Lage. Details nannte er nicht.
Kiew: Niederlande sollen bei Wiederaufbau helfen
«Wir haben auch die Möglichkeit erörtert, dass die Niederlande eine Schirmherrschaft ĂŒber Saporischschja ĂŒbernehmen, was die UnterstĂŒtzung der Infrastruktur, den Schutz des normalen Lebens und die Lösung humanitĂ€rer Fragen einschlieĂen wĂŒrde», teilte Selenskyj im sozialen Netzwerk X mit. So könne erreicht werden, dass noch mehr Menschen in die Stadt zurĂŒckkehrten.Â
Selenskyj besichtigte dort auch ein nach einem Raketenschlag im Oktober 2022 wiederaufgebautes Wohnhaus. «Schritt fĂŒr Schritt werden wir alles, was zerstört wurde, wieder aufbauen. Wir werden unser Bestes tun, um sicherzustellen, dass alle unsere StĂ€dte und Gemeinden wiederbelebt werden», sagte er.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als zweieinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Im Gebiet Saporischschja liegt auch Europas gröĂtes Atomkraftwerk, das von russischen Truppen besetzt ist.


