Republikaner, Asylantrag

Republikaner: Asylantrag soll 1.000 Dollar kosten

29.04.2025 - 13:07:21

Die Partei von US-PrĂ€sident Trump will die Einwanderung begrenzen und außerdem Steuersenkungen ausweiten. Ihr Vorschlag könnte theoretisch zu Ersterem beitragen und helfen, Letzteres zu finanzieren.

Die Republikaner im Justizausschuss des US-ReprĂ€sentantenhauses wollen von Asylbewerbern kĂŒnftig eine GebĂŒhr von 1.000 Dollar (878 Euro) zur Bearbeitung ihres Antrags verlangen. 

Diese und weitere GebĂŒhren fĂŒr Migranten sind Teil eines Gesetzesvorschlags fĂŒr den Etat der US-Regierung im kommenden Haushaltsjahr, den die republikanischen Mitglieder des Ausschusses um den Vorsitzenden Jim Jordan am Montag prĂ€sentierten. Die Einnahmen sollen unter anderem an die US-Behörde fĂŒr Einwanderung und EinbĂŒrgerung (USCIS) fließen. 

Auch Migranten, die aus humanitĂ€ren GrĂŒnden aufgenommen werden, sollen demnach bis auf einige Ausnahmen 1.000 Dollar zahlen mĂŒssen. Sponsor eines unbegleiteten minderjĂ€hrigen Migranten zu werden, soll 3.500 Dollar kosten. FĂŒr einen Antrag eines Migranten auf eine Arbeitsgenehmigung mit einem halben Jahr GĂŒltigkeit sollen 550 Dollar fĂ€llig werden.

Bericht: GebĂŒhr wĂ€re Neuland

Nach einem Bericht der «New York Times» wĂ€re es das erste Mal, dass die Vereinigten Staaten von Asylbewerbern eine GebĂŒhr kassieren. Das Grundrecht, Asyl zu suchen, ist im internationalen sowie auch im US-Recht verankert.

ZunÀchst soll sich der Justizausschuss des ReprÀsentantenhauses nach Angaben der Republikaner am Mittwoch mit den VorschlÀgen befassen. Die Partei von US-PrÀsident Donald Trump hat in beiden Parlamentskammern eine knappe Mehrheit. 

Vor wenigen Wochen hatte das ReprÀsentantenhaus einen Haushaltsplan gebilligt, der Steuersenkungen aus Trumps erster Amtszeit (2017-2021) verlÀngert und ausweitet. Das Haushaltsjahr beginnt am 1. Oktober. 

Trump hat mehrfach Massenabschiebungen illegal eingereister Migranten angekĂŒndigt. Seit seiner AmtsĂŒbernahme im Januar wurden unter anderem mehr als 200 lateinamerikanische Migranten, denen die Regierung vorwirft, Bandenmitglieder zu sein, ohne Verfahren ins mittelamerikanische El Salvador ausgeflogen, um dort inhaftiert zu werden. 

Trumps migrationspolitischer Kurs umfasst auch eine drastische EinschrĂ€nkung der Einreisemöglichkeiten fĂŒr Schutzsuchende. Die Trump-Regierung hat außerdem auslĂ€ndische Studierende mit legalem Aufenthaltsstatus, die gegen Israels Krieg im Gazastreifen protestiert haben, ins Visier genommen.

@ dpa.de