Proteste, Madrid

Proteste in Madrid gegen Amnestie fĂŒr Separatisten

08.11.2023 - 00:22:55

Die Polizei setzte bei den Demonstrationen TrÀnengas und Schlagstöcke ein. Es gibt Verletzte und einige Festnahmen.

  • Im spanischen Madrid kam es erneut zu Protesten. - Foto: Paul White/AP

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  • In der spanischen Haupstadt Madrid kam es erneut zu Protesten. - Foto: Paul White/AP

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Im spanischen Madrid kam es erneut zu Protesten. - Foto: Paul White/APIn der spanischen Haupstadt Madrid kam es erneut zu Protesten. - Foto: Paul White/AP

Erneut haben mehrere tausend Menschen vor der Zentrale der sozialistischen Partei (PSOE) in Madrid gegen die geplante Amnestie fĂŒr katalanische Separatisten demonstriert.

Ein Teil der Demonstranten bewarf die Polizei am Dienstagabend mit Steinen und anderen GegenstĂ€nden, einige zeigten den Hitlergruß und schwenkten Fahnen der Franco-Diktatur, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Die Polizei setzte TrĂ€nengas und Schlagstöcke gegen offensichtlich rechtsradikale Teilnehmer der Kundgebung ein. Medienberichten zufolge wurden mindestens sechs Demonstranten und ein Polizist leicht verletzt, drei Menschen wurden festgenommen.

SĂĄnchez muss Regierung bilden

Die geschĂ€ftsfĂŒhrende Regierung von MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez will sich mit einem Amnestiegesetz und weiteren ZugestĂ€ndnissen die UnterstĂŒtzung der beiden im Unterhaus vertretenen separatistischen Parteien Kataloniens fĂŒr eine weitere vierjĂ€hrige Amtszeit sichern. Die grĂ¶ĂŸte Oppositionspartei, die konservative Volkspartei (PP), und die rechtspopulistische Vox lehnen solche ZugestĂ€ndnisse vehement ab. Schon am Vortag hatten Tausende vor der PSOE-Zentrale demonstriert.

SĂĄnchez hat bereits mit der linken katalanischen Separatistenpartei ERC eine Einigung erzielt. Mit der liberalen Junts von SeparatistenfĂŒhrer Carles Puigdemont wird zurzeit verhandelt. SĂĄnchez hat noch bis zum 27. November Zeit, eine Regierung zu bilden. Scheitert er, muss am 14. Januar erneut gewĂ€hlt werden.

Die Amnestie soll unter anderem jenen Separatisten zugutekommen, die 2017 an einem gescheiterten Abspaltungsversuch teilgenommen hatten; nach jetzigem Stand der GesprÀche aber auch den «Catalanistas», die davor oder danach bei anderen Gelegenheiten mit der spanischen Justiz in Konflikt geraten sind.

@ dpa.de