Baerbock fordert ungehinderten Zugang fĂŒr humanitĂ€re Hilfe in Gaza
07.12.2025 - 13:09:59UNRWA habe bereits Reformschritte umgesetzt, so Baerbock. "Warum man sich dennoch plötzlich bei der jĂ€hrlichen VerlĂ€ngerung enthalten hat, auch wenn ja anderseits weiter gezahlt wird, mĂŒssen Sie die aktuelle Bundesregierung fragen", kritisierte sie. "Das Mandat, um das es geht, umfasst zudem ja nicht nur Gaza, sondern ebenso das Westjordanland, Jordanien, Syrien und den Libanon, wo viele palĂ€stinensische FlĂŒchtlinge leben." Ohne UnterstĂŒtzung der Vereinten Nationen werde es schwer, die Region zu stabilisieren und Gaza wieder aufzubauen. Das PalĂ€stinenserhilfswerk war nach dem 7. Oktober 2023 in Verruf geraten, weil UNRWA-Mitglieder am Massaker der Hamas beteiligt gewesen sein sollen. "Als AuĂenministerin habe ich damals auch gegenĂŒber den UN sehr deutlich gemacht, dass ich es nicht verantworten kann, deutsche Gelder auf den Weg zu bringen, wenn es keine Untersuchung und keine Reform des Hilfswerks gibt", sagte sie. "Daraufhin hat es nicht nur Untersuchungen zu den VorwĂŒrfen gegeben, sondern auch den sogenannten Colonna-Bericht der ehemaligen französischen AuĂenministerin, deren wichtige Reformschritte umgesetzt werden." Zugleich nahm Baerbock den GeneralsekretĂ€r der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, gegen massive Kritik aus Israel in Schutz. "Der GeneralsekretĂ€r hat immer wieder die Verbrechen der Hamas klar verurteilt und deutlich gemacht, dass sie durch nichts zu rechtfertigen sind", sagte sie. "Wer, wenn nicht der UN-GeneralsekretĂ€r, steht klar gegen Antisemitismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit ein?" Auf der anderen Seite mĂŒsse in jedem Krieg das humanitĂ€re Völkerrecht eingehalten und die Zivilbevölkerung geschĂŒtzt werden - "das gilt fĂŒr alle Staaten, auch fĂŒr Israel". Guterres habe wie sie selbst immer wieder an beides erinnert, so Baerbock: "Israels Existenzrecht und seine Sicherheit mĂŒssen gewĂ€hrleistet werden - und die PalĂ€stinenser haben das Recht auf einen eigenen Staat. Nachhaltigen Frieden kann es nur mit einer Zwei-Staaten-Lösung geben."


