Putin-Kennerin: Er will im Amt sterben - egal auf welche Weise
13.06.2023 - 06:33:31 | dts-nachrichtenagentur.de"FrĂŒher war fĂŒr Putin auch die Wirtschaft sehr wichtig, heute zĂ€hlt fĂŒr ihn nur noch historische GröĂe", sagte sie dem "Stern". Der russische PrĂ€sident sehe sich in einer Reihe mit Zaren wie Peter dem GroĂen.
"FĂŒr Putin ist dieses riesige russische Reich kein Gebilde aus einer dunklen Vergangenheit. Er holt all diese uralten VertrĂ€ge aus dem Kreml-Archiv hervor und glaubt, jedes Land, das Russland je in seiner Geschichte einmal erobert hat, gehört auch heute zu Russland." Hill hat drei US-PrĂ€sidenten in Russland-Fragen beraten, zuletzt Donald Trump. Dabei hat sie mit dem russischen PrĂ€sidenten am Verhandlungstisch gesessen, ihre BĂŒcher zu Putin gelten als Standardwerke. Sie sieht in der Covid-Pandemie einen wichtigen Grund, warum Putin mit dem Krieg begonnen habe. "Plötzlich war er total isoliert. Ich glaube, er hatte keinen wirklichen Kontakt mehr mit Leuten, die ihn von seinen Ideen hĂ€tten abbringen können. Ich glaube, Putin ist paranoid geworden." Hill hĂ€lt es fĂŒr wahrscheinlich, dass die Sprengung des Kachowka-Staudamms auf Putin selbst zurĂŒckgehe, schlieĂlich habe der auch stets damit geprahlt, dass sein Vater im Zweiten Weltkrieg mit einem Spezialkommando Infrastruktur wĂ€hrend der Besetzung von Leningrad zerstört hĂ€tte. "Die Aktion ist aber auch ein Zeichen, dass sich die Russen vorbereiten fĂŒr eine brutale Schlacht." Anzeichen fĂŒr einen möglichen RĂŒcktritt Putins sieht Hill nicht. "Er will im Amt sterben. Egal auf welche Weise."
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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