Rohstoff-EngpÀsse, Firmen

Rohstoff-EngpÀsse bei deutschen Firmen spitzen sich zu

20.06.2025 - 12:59:25

Die Situation durch die stark eingeschrÀnkten Lieferungen von Seltenen Erden aus China bei deutschen Firmen hat sich weiter verschÀrft Wie das "Handelsblatt" berichtet, wandte sich der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in der vergangenen Woche mit einem Brief an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).

Die Situation durch die stark eingeschrĂ€nkten Lieferungen von Seltenen Erden aus China bei deutschen Firmen hat sich weiter verschĂ€rft Wie das "Handelsblatt" berichtet, wandte sich der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in der vergangenen Woche mit einem Brief an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Dieser enthĂ€lt eine Liste von VorschlĂ€gen zum Umgang mit den ExportbeschrĂ€nkungen. Der BDI fordert darin unter anderem, dass ein vereinfachtes und beschleunigtes Genehmigungsverfahren fĂŒr Exporte in die EU erwirkt wird. So sollte etwa eine Lizenz nicht nur fĂŒr einen Liefervertrag gĂŒltig sein.

"Die deutsche Industrie benötigt kurzfristig Planbarkeit", heißt es in dem an Bundeswirtschaftsministerin Reiche gerichteten Papier. Laut "Handelsblatt"-Informationen aus Wirtschaftskreisen hat bereits eine mindestens zweistellige Anzahl von Unternehmen von Auswirkungen auf ihre Produktion berichtet, etwa in Form von Fertigungsstopps. Bei weiteren Firmen stehen StillstĂ€nde kurz bevor. China setzt unterdessen den derzeit stark eingeschrĂ€nkten Zugang zu kritischen Rohstoffen aus der Volksrepublik als Druckmittel in GesprĂ€chen mit der EU ein. Das schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf Diplomaten- und Wirtschaftskreise in Peking, BrĂŒssel und Berlin. Im Gegenzug fĂŒr eine Lockerung der Ausfuhr chinesischer Seltener Erden und damit hergestellter Produkte soll die EU demnach ihrerseits ZugestĂ€ndnisse machen. "Alles kommt auf den Tisch", so ein Diplomat. Gemeint sind damit insbesondere die europĂ€ischen ExportbeschrĂ€nkungen fĂŒr Technologie, allen voran fĂŒr die modernsten Maschinen zur Produktion von Hightech-Chips des niederlĂ€ndischen WeltmarktfĂŒhrers ASML. Auch die EU-Zölle auf Elektroautos aus China sowie das vorerst gestoppte Investitionsabkommen CAI zĂ€hlen dazu. Peking hatte im Zuge des Streits mit den USA den Export von seltenen Erden und deren Produkte stark eingeschrĂ€nkt. Laut US-PrĂ€sident Donald Trump hatten sich Washington und Peking zwar Anfang der vergangenen Woche darauf geeinigt, dass China Magnete und "alle erforderlichen Seltenen Erden" liefern wird. Doch wie von Wirtschaftsvertretern befĂŒrchtet, brachte das fĂŒr europĂ€ische Firmen kaum Verbesserungen.

@ dts-nachrichtenagentur.de