Zwischenstand, Linke

Zwischenstand: Linke in RumÀnien vorn - Ultrarechte stark

02.12.2024 - 04:23:48

Die Sozialdemokraten sind in RumĂ€nien in FĂŒhrung, das bĂŒrgerlich-liberale Lager lĂ€sst Federn. BeflĂŒgelt vom erfolgreichen extremistischen PrĂ€sidentenkandidaten erstarkt der ultrarechte Rand.

  • Die Partei der rechtsextremen und kremlfreundlichen EU-Parlamentarierin Diana Sosoaca, S.O.S. Romania, schaffte den Einzug in RumĂ€niens Parlament.  - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

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  • Die Sozialdemokratische Partei (PSD) von MinisterprĂ€sident Marcel Ciolacu ist stĂ€rkste Kraft im Parlament geblieben, braucht aber Koalitionspartner - Foto: Vadim Ghirda/AP

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  • Die rechtsextreme Partei AUR von George Simion ist nach der Parlamentswahl doppelt so stark wie vor vier Jahren. - Foto: Andreea Alexandru/AP

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  • Die Rechten erstarken in RumĂ€nien.  - Foto: Andreea Alexandru/AP/dpa

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  • In RumĂ€nien soll heute auch ĂŒber eine Stichwahl ums Amt des PrĂ€sidenten entschieden werden.  - Foto: Vadim Ghirda/AP/dpa

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  • Elena Lasconi von der konservativ-liberalen Reformpartei USR kandidiert in der Stichwahl gegen den kremlfreundlichen Rechtsextremisten Calin Georgescu fĂŒr das PrĂ€sidentenamt. - Foto: Cristian Cristel/XinHua/dpa

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  • Der rechtsextreme Kremlfreund Calin Georgescu kandidiert in der Stichwahl fĂŒr das PrĂ€sidentenamt. In der ersten Runde kam er auf Platz eins. (Foto aktuell) - Foto: Vadim Ghirda/AP

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Die Partei der rechtsextremen und kremlfreundlichen EU-Parlamentarierin Diana Sosoaca, S.O.S. Romania, schaffte den Einzug in RumĂ€niens Parlament.  - Foto: Philipp von Ditfurth/dpaDie Sozialdemokratische Partei (PSD) von MinisterprĂ€sident Marcel Ciolacu ist stĂ€rkste Kraft im Parlament geblieben, braucht aber Koalitionspartner - Foto: Vadim Ghirda/APDie rechtsextreme Partei AUR von George Simion ist nach der Parlamentswahl doppelt so stark wie vor vier Jahren. - Foto: Andreea Alexandru/APDie Rechten erstarken in RumĂ€nien.  - Foto: Andreea Alexandru/AP/dpaIn RumĂ€nien soll heute auch ĂŒber eine Stichwahl ums Amt des PrĂ€sidenten entschieden werden.  - Foto: Vadim Ghirda/AP/dpaElena Lasconi von der konservativ-liberalen Reformpartei USR kandidiert in der Stichwahl gegen den kremlfreundlichen Rechtsextremisten Calin Georgescu fĂŒr das PrĂ€sidentenamt. - Foto: Cristian Cristel/XinHua/dpaDer rechtsextreme Kremlfreund Calin Georgescu kandidiert in der Stichwahl fĂŒr das PrĂ€sidentenamt. In der ersten Runde kam er auf Platz eins. (Foto aktuell) - Foto: Vadim Ghirda/AP

Bei der Parlamentswahl in RumĂ€nien gewinnen die Ultrarechten nach AuszĂ€hlung der meisten Wahllokale deutlich hinzu, die Sozialdemokraten (PSD) bleiben aber stĂ€rkste Kraft. Die PSD kommt nach AuszĂ€hlung der Stimmen in gut 97 Prozent der Wahllokale auf rund 23 Prozent (2020: 29 Prozent), wie die zentrale Wahlbehörde in Bukarest bekannt gab. Die extrem rechte Partei AUR erreicht demnach rund 18 Prozent (rund 9 Prozent). FĂŒnf weitere Parteien haben dem Zwischenergebnis zufolge den Einzug ins Parlament geschafft. FĂŒr die nĂ€chsten Tage wird mit schwierigen Koalitionsverhandlungen gerechnet. Es ist nicht abzusehen, welche BĂŒndnisse infrage kommen könnten.

Das Ergebnis der Parlamentswahl dĂŒrfte Beobachtern zufolge auch Einfluss auf eine mögliche Stichwahl um das Amt des PrĂ€sidenten haben. Beobachtern zufolge wĂŒrden sich die Chancen des rechtsextremen und kremlfreundlichen PrĂ€sidentenkandidaten Calin Georgescu gegen die westorientierte PrĂ€sidentenkandidatin Elena Lasconi erhöhen, falls sich das Zwischenergebnis nach AuszĂ€hlung aller Stimmen bestĂ€tigt. Ob und wann diese Stichwahl stattfindet, entscheidet heute das Verfassungsgericht in Bukarest, da die erste Wahlrunde vom 24. November angefochten worden war. 

Das Verfassungsgericht hatte vorige Woche eine NeuauszÀhlung aller Stimmzettel der ersten Runde der PrÀsidentenwahl angeordnet, nachdem ein unterlegener Kandidat diese angefochten hatte. Nach Vorlage des neuen AuszÀhlungsergebnisses will das Gericht entscheiden, ob es den ersten Wahlgang anerkennt oder annulliert.

Den Zwischenergebnissen zufolge kommt die bĂŒrgerliche Partei PNL mit rund 14 Prozent der Stimmen auf Platz drei, gefolgt von der konservativ-liberale Reformpartei USR mit fast 12 Prozent. Auf Platz fĂŒnf kommt demnach die Ungarn-Partei UDMR mit rund 7 Prozent. Zwei neue extrem rechte Parteien haben ebenfalls den Einzug ins Parlament geschafft: S.O.S. Romania mit rund 7 Prozent und POT mit fast 6 Prozent. Sie liegen noch weiter rechts als AUR. Alle westorientierten Parteien haben eine Koalition mit AUR ausgeschlossen.

Drei ultrarechte Parteien - wohl vereint fĂŒr Georgescu

Beobachter gehen davon aus, dass der Erfolg des Kremlfreunds Georgescu in der ersten Runde der PrÀsidentenwahl seine Gesinnungsfreunde im Parlament gestÀrkt habe. Von diesem Effekt könnte nun wiederum Georgescu profitieren - obwohl die drei ultrarechten Parteien miteinander konkurrieren. Der Extremist war in der ersten Wahlrunde auf Platz eins gekommen, Lasconi auf Platz zwei.

@ dpa.de