SPD, Durchgreifen

SPD drÀngt EU zum Durchgreifen gegen Musks Plattform X

09.07.2025 - 15:21:27 | dts-nachrichtenagentur.de

Die SPD fordert Konsequenzen gegen die Plattform X von US-Techunternehmer Elon Musk, nachdem dort Medienberichten zufolge antisemitische und diffamierende Äußerungen durch den KI-Chatbot Grok verbreitet worden sein sollen.

Johannes SchĂ€tzl (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Johannes SchĂ€tzl (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Die EU-Kommission habe bereits mehrere Verfahren gegen X wegen andauernder VerstĂ¶ĂŸe gegen das europĂ€ische Recht eingeleitet, insbesondere gegen den Digital Services Act (DSA), sagte der digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes SchĂ€tzl, dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "Diese Verfahren mĂŒssen jetzt schnellstmöglich abgeschlossen und die VerstĂ¶ĂŸe wirksam sanktioniert werden." Hier gehe es nicht um einen Konflikt zwischen Desinformation und Meinungsfreiheit, sondern um die Verbreitung illegaler Inhalte, erklĂ€rte der SPD-Politiker.

Es werde immer offensichtlicher, dass X sich nicht an europĂ€isches Recht halte und ausreichende Maßnahmen ergreife, um wirksam gegen illegale Inhalte vorzugehen. Dies scheine sich mit Grok nun nochmals zu verschĂ€rfen. "Offensichtlich nutzt Elon Musk seinen Chatbot nun auch zur Verbreitung politisch extremer Inhalte und fĂŒr die Erreichung seiner politischen Ziele", sagte SchĂ€tzl. Konsequenzen forderte auch der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner. "Das muss sanktioniert werden", sagte er dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Die lobenden Aussagen des Chatbots zu Adolf Hitler "widersprechen allen GrundsĂ€tzen unserer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft und den Grundwerten unserer Verfassung und darf zumindest in Deutschland keinesfalls geduldet werden". All das zeige auch, dass US-Monopole "in den Konzernen der Massenkommunikation auf Dauer nicht nur ein wirtschaftliches Problem darstellen, sondern auch unsere Demokratie gefĂ€hrden", so Stegner.

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