Nordische Nato-Staaten finanzieren US-Waffen fĂŒr Ukraine
13.11.2025 - 11:50:55Die nordischen und baltischen Nato-LĂ€nder finanzieren gemeinsam neue US-Waffenlieferungen an die von Russland angegriffene Ukraine. Die Lieferung von militĂ€rischer AusrĂŒstung und Munition im Wert von 500 Millionen US-Dollar (430 Mio. Euro) erfolge im Rahmen der sogenannten Purl-Initiative, teilte die Nato in BrĂŒssel mit. Beteiligt an dem Paket sind die acht sogenannten NB8-Staaten DĂ€nemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden.
Der Beitrag zur Purl-Initiative sei nur einer von zahlreichen Wegen, mit denen ihre LĂ€nder die Ukraine unterstĂŒtzten, erklĂ€rten die Verteidigungsminister von sieben der acht Staaten sowie die islĂ€ndische AuĂenministerin auf einem Treffen in der finnischen Hauptstadt Helsinki. Russlands Angriffskrieg stelle eine langfristige Bedrohung fĂŒr die europĂ€ische Sicherheit, die transatlantische Gemeinschaft und die regelbasierte internationale Ordnung dar.Â
Man werde nicht zulassen, dass Russland damit Erfolg habe, und bekenne sich zu einer langfristigen, planbaren und koordinierten militĂ€rischen UnterstĂŒtzung der Ukraine, hieĂ es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung der LĂ€nder. «Die Sicherheit der Ukraine ist direkt mit unserer verbunden.»
Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte begrĂŒĂte den Schritt und sagte, mit dem Paket werde vor den Wintermonaten dringend benötigte militĂ€rische AusrĂŒstung fĂŒr die Ukraine bereitgestellt. Weitere Lieferungen sollten folgen.
Darum geht es bei der Purl-Initiative
Die sogenannte Purl-Initiative sieht vor, dass in den USA hergestellte Munition und Waffen an die europĂ€ischen VerbĂŒndeten und Kanada verkauft werden â und diese sie dann der Ukraine zur VerfĂŒgung stellen. Purl steht fĂŒr «Prioritised Ukraine Requirements List». Auf Deutsch bedeutet das etwa: Priorisierte Bedarfsliste fĂŒr die Ukraine.
Die Initiative war gestartet worden, um Forderungen von US-PrĂ€sident Donald Trump nachzukommen. Dieser ist der Ansicht, dass die USA in der Vergangenheit einen deutlich zu groĂen Anteil an der Ukraine-UnterstĂŒtzung hatten und will nun, dass die anderen Alliierten fĂŒr weitere US-MilitĂ€rhilfen zahlen. Deutschland hat bereits vor einiger Zeit 500 Millionen US-Dollar fĂŒr die Initiative zugesagt.





