Ukraine, Russland

Russische Besatzungsbehörden melden StromausfÀlle

29.06.2026 - 09:47:23 | dpa.de

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Ihre Gegenangriffe bringen Moskau zunehmend in BedrÀngnis. Dass es Probleme gibt, gibt sogar Kremlchef Putin zu.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Mit ihren Gegenangriffen bringt sie die FĂŒhrung in Moskau zunehmend in BedrĂ€ngnis. (Archivbild) - Bild: Evgeniy Maloletka/AP/dpa
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Mit ihren Gegenangriffen bringt sie die FĂŒhrung in Moskau zunehmend in BedrĂ€ngnis. (Archivbild) - Bild: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

In den russisch besetzten Teilen der SĂŒdukraine gibt es nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden StromausfĂ€lle. «Alle Kreise des Gebiets Cherson sind ganz oder teilweise ohne Strom», schrieb der Chef der dortigen russischen Besatzungsverwaltung, Wladimir Saldo, bei Telegram. Energieversorger und EinsatzkrĂ€fte arbeiteten daran, die Stromversorgung in den Haushalten so schnell wie möglich wiederherzustellen. Einen direkten Zusammenhang zu ukrainischen Angriffen stellte Saldo zunĂ€chst nicht her. Er teilte spĂ€ter mit, dass im Laufe der Nacht 34 ukrainische Drohnen unschĂ€dlich gemacht worden seien. 

Auch der von Russland fĂŒr das Gebiet Saporischschja eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki schrieb in der Nacht von Notabschaltungen und SchĂ€den an Energieanlagen nach ukrainischen Angriffen auf das Stromnetz. 

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg und bringt Moskau mit Gegenangriffen zunehmend in BedrÀngnis. In einem Interview mit dem kremlnahen Korrespondenten des Staatsfernsehens, Pawel Sarubin, gestand Kremlchef Wladimir Putin am Vorabend Probleme ein. Es sei offensichtlich, dass Angriffe auf die kritische Infrastruktur allgemein und insbesondere auf die Energieinfrastruktur Probleme verursachen, sagte Putin. Man beobachte einen gewissen Mangel, aber keinen kritischen. 

Die Ukraine hat ihre Angriffe in den vergangenen Monaten stark ausgeweitet und zielt dabei vor allem auf die russische Ölindustrie. Das hat zunĂ€chst auf der seit 2014 besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim, aber inzwischen auch in einem Großteil der russischen Regionen zu Versorgungsproblemen mit Kraftstoff gefĂŒhrt.

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