In Ă–sterreich zeichnet sich Sieg der rechten FPĂ– ab
09.06.2024 - 17:58:19In Ă–sterreich zeichnet sich bei der Europawahl ein Sieg der rechten FPĂ– ab. Nach einer zur SchlieĂźung der Wahllokale veröffentlichten Trendprognose liegen die Rechtspopulisten mit 27 Prozent vor der sozialdemokratischen SPĂ– und der konservativen Ă–VP. Im Vergleich zur EU-Wahl 2019 hat die FPĂ– laut Trend damit rund 10 Prozentpunkte dazu gewonnen. Die Partei hatte im Wahlkampf unter dem Motto «EU-Wahnsinn stoppen» vielfach ihre EU-Skepsis betont und die EU im Ukraine-Konflikt als kriegstreibende Kraft dargestellt.Â
Regierende Ă–VP verliert 10 Prozent
Laut Berechnungen der Demoskopen, die auf mehreren Tausend Interviews vor der Abstimmung und am Wahltag beruhen, kommen SPĂ– und die Ă–VP auf jeweils etwa 23 Prozent. FĂĽr die regierende Ă–VP bedeutet dies ein Minus von mehr als 10 Prozentpunkten. Die SPĂ– liegt in etwa auf dem Niveau der Wahl vor fĂĽnf Jahren.Â
Mit Spannung war auch das Ergebnis der Grünen erwartet worden. Deren Spitzenkandidatin, die 23-jährige Klimaaktivistin Lena Schilling, hatte mit einer durch Medienberichte ausgelösten Debatte um ihre charakterliche Eignung zu kämpfen. Laut Trend verlieren die Grünen rund vier Prozentpunkte und kommen auf rund zehn Prozent der Stimmen. Die liberalen Neos legen wohl etwas zu und erreichen den Demoskopen zufolge ebenfalls rund zehn Prozent.
Ă–sterreich stellt 20 der kĂĽnftig 720 Abgeordneten
Österreich stellt 20 der künftig 720 Abgeordneten im Europäischen Parlament. Der Urnengang am Sonntag galt auch als Test für die Nationalratswahl im Herbst. Auch hier sehen Umfragen die FPÖ bisher als klaren Favoriten.
Die Trendprognose wurde von der Nachrichtenagentur APA, dem öffentlich-rechtlichen ORF und dem Privatsender Puls24 veröffentlicht. Sie basiert auf Wahltagsbefragungen der Institute Foresight, Arge Wahlen und von Peter Hajek.Â


