US-Börsen uneinheitlich - Inflationssprung belastet
12.05.2026 - 22:20:35 | dts-nachrichtenagentur.deDer Nasdaq 100 ging dagegen bei 29.065 Punkten 0,9 Prozent niedriger aus dem Handel, wÀhrend der breiter aufgestellte S&P 500 den Tag mit 7.401 Punkten 0,2 Prozent im Minus beendete.
Unter anderem sorgten im Tagesverlauf die am Vormittag veröffentlichten US-Inflationsdaten fĂŒr April fĂŒr schlechte Stimmung an der Wall Street. Die jĂ€hrliche Inflationsrate stieg von 3,3 Prozent auf 3,8 Prozent. Beobachter hatten mit einem etwas geringeren Anstieg gerechnet. ZunĂ€chst ging es fĂŒr die US-Börsen nach der Veröffentlichung der Zahlen durchweg nach unten, im Anschluss erholten sich die Kurse aber teilweise wieder.
"SpĂ€testens mit dem heutigen Zahlenwerk dĂŒrften Zinssenkungsdebatten vom Tisch sein", sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Der designierte NotenbankprĂ€sident Kevin Warsh liebĂ€ugelt mit Zinssenkungen, doch in Anbetracht der aktuellen Inflationsentwicklung wird er davon vorerst Abstand nehmen mĂŒssen."
Dass die Inflationsrate weiter steige, liege auf der Hand, schlieĂlich hielten die Verspannungen an den globalen EnergiemĂ€rkten an, so Gitzel. "Im Monatsvergleich steigen die Energiepreise um 3,8 Prozent. Diese erklĂ€ren dann auch rund 40 Prozent der Teuerungsentwicklung im Monatsvergleich." Deutlich ging es auch im Bereich von Mieten nach oben, was dann wiederum auch den stĂ€rker als erwarteten Anstieg der Kerninflationsrate von 2,6 Prozent auf 2,8 Prozent erklĂ€rt.
"Die Teuerungsentwicklung vergrault auch die WĂ€hler Donald Trumps", fĂŒgte der Ăkonom hinzu. "Der US-PrĂ€sident trat mit dem Versprechen an, die Inflationsrate zu senken. Jetzt passiert exakt das Gegenteil: Die gestiegenen Energiepreise schmĂ€lern das real verfĂŒgbare Einkommen der US-BĂŒrger." Der detaillierte Blick auf die Zustimmungswerte zur Politik von Donald Trump spreche BĂ€nde: "Beim Umgang mit der Inflation schneidet der US-PrĂ€sident besonders schlecht ab."
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Dienstagabend schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1739 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8519 Euro zu haben.
Auch der Goldpreis zeigte sich schwĂ€cher. Am Abend wurden fĂŒr eine Feinunze 4.714 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,10 Euro pro Gramm.
Der Ălpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 22 Uhr deutscher Zeit 107,90 US-Dollar; das waren 3,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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