USA, Börsenbericht US-Börsen legen am Columbus Day deutlich zu
13.10.2025 - 22:14:35
Die US-Börsen haben am Montag deutlich zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 46.067 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,3 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.655 Punkten 1,6 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 24.750 Punkten 2,2 Prozent im Plus.
Dass zuletzt der Zollstreit zwischen den USA und China wieder aufgeflammt war, hatte die Wall Street jĂŒngst belastet. "Und so kippte nach der Androhung von weiteren 100 Prozent Zoll auf alle Einfuhren aus dem Reich der Mitte in die USA zunĂ€chst die Stimmung und es setzte, den sicheren Hafen Gold mal ausgenommen, eine Kapitalvernichtung quer durch alle Assetklassen ein", sagte Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets.
"Am stĂ€rksten traf es dabei den Markt fĂŒr KryptowĂ€hrungen, an dem nicht nur etliche Milliarden an Buchgewinnen, sondern auch so manch geschĂ€ftliche Existenz vernichtet worden sein dĂŒrfte. Heute nun folgte, wie auch schon oft in der Vergangenheit erlebt, die spontane Erholung, nachdem US-PrĂ€sident Trump nur 48 Stunden spĂ€ter wieder versöhnlichere Töne gegenĂŒber China anschlug. Der "TACO-Trade" ist zurĂŒck und Anleger setzen auf das altbewĂ€hrte Muster, wonach dem Schockmoment in der Vergangenheit immer eine Rally der Indizes auf neue Rekordhochs folgte."
"Doch ganz so einfach könnte es dieses Mal nicht werden. China hat mit dem Quasi-Monopol an Seltenen Erden ein Faustpfand und den Hebel in den GesprĂ€chen mit den USA in der Hand. Die zweitgröĂte Volkswirtschaft dĂŒrfte in den jetzt unter enormen Zeitdruck geratenen Verhandlungen nicht so einfach kleinbeigeben wie viele andere Staaten. So hatte die Eurozone sehr viel weniger Erpresserisches gegenĂŒber den USA in der Hand und musste die 15 Prozent Zoll zwangslĂ€ufig akzeptieren. Geraten die beiden wirtschaftlichen SupermĂ€chte ĂŒber die wohl derzeit wichtigsten Rohstoffe in einen Handelskrieg, wĂ€re der Freitag nur der Vorbote eines weiteren Ausverkaufs an den globalen AktienmĂ€rkten gewesen", sagte Romar.
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagabend schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1566 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8646 Euro zu haben.
Der Goldpreis verzeichnete starke ZuwĂ€chse, am Abend wurden fĂŒr eine Feinunze 4.108 US-Dollar gezahlt (+2,2 Prozent).
Das entspricht einem Preis von 114,20 Euro pro Gramm.
Der Ălpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 63,49 US-Dollar, das waren 76 Cent oder 1,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.