US-Börsen leicht positiv - Machtkampf zwischen Trump und Fed
12.01.2026 - 22:15:54Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.975 Punkten 0,2 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.789 Punkten 0,1 Prozent im Plus.
"US-PrĂ€sident Trump hat zu einem Zeitpunkt den Kampf gegen Fed-Chef Powell wieder aufgenommen, als nach der monatelangen Pause die Mehrheit an der Börse das Thema bereits abgehakt hatte", sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets. "Die US-Staatsanwaltschaft leitet gegen den obersten Geldpolitiker eine strafrechtliche Untersuchung ein und der Beklagte schlĂ€gt zurĂŒck. Der Kampf um die Zinsen eskaliert auf Kosten der UnabhĂ€ngigkeit der Notenbank. Mehr als je zuvor steht die Frage im Raum, ob die Geldpolitik in den kommenden Monaten und Jahren eher von Fakten und konjunkturellen Bedingungen bestimmt wird oder doch die Politik darĂŒber entscheidet, wie hoch die Leitzinsen sind."
"Möglichen Erleichterungen bei den Finanzierungskosten steht damit eine WillkĂŒr und ein AuĂerkontrollgeraten der Inflation gegenĂŒber. WofĂŒr die meisten Investoren plĂ€dieren, zeigen sie heute durch ihre VerkĂ€ufe von amerikanischen Aktien, aber auch Staatsanleihen. Sie fordern höhere Zahlungen als Ausgleich fĂŒr das zusĂ€tzliche Risiko eines Landes, dessen Regierung und Zentralbank in offenem Konflikt stehen. Die steigenden Zinsen verdeutlichen auch die Sorge, wie weit das WeiĂe Haus gehen wĂŒrde, um die Notenbank zur Senkung der Kreditkosten zu zwingen, wĂ€hrend die Inflation weiter hartnĂ€ckig ĂŒber dem Zielwert der Zentralbank von zwei Prozent liegt", sagte Romar.
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagabend stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1665 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8573 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden fĂŒr eine Feinunze 4.596 US-Dollar gezahlt (+1,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 126,67 Euro pro Gramm.
Der Ălpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 63,91 US-Dollar, das waren 57 Cent oder 0,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


