Deutsche NGOs erhielten US-Schreiben zu DiversitÀt und Klimaschutz
03.04.2025 - 15:54:40
Betroffen waren nur Organisationen, die bisher mit der US-Hilfsorganisation USAID und anderen US-Behörden bei internationalen Naturschutz- und Entwicklungshilfeprojekten kooperierten und damit direkt Geld aus den USA bezogen, berichtet das "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Der Bundesverband entwicklungspolitischer und humanitÀrer Nichtregierungsorganisationen (Venro) bestÀtigte, dass mehrere Mitglieder entsprechende Schreiben erhalten hÀtten.
Unter anderem sollten die NGOs ĂŒber die Fragebögen terroristische AktivitĂ€ten ausschlieĂen, ebenso die Förderung von "Transgenderideologien" und "positiver Diskriminierung", also im Einklang mit US-PrĂ€sident Donald Trumps "Anti-Woke-Regeln" stehen.
Naturschutzorganisationen sollten bestĂ€tigen, dass ihre Projekte keine Klimaschutzziele verfolgten. NGO-Vertreter sagten der Zeitung, dass sie solch ein Vorgehen seitens der US-Behörden noch nie in ihrer jahrzehntelangen Zusammenarbeit erlebt hĂ€tten. In der Hoffnung, damit laufende VertrĂ€ge und die Finanzierung von Projekten zu retten, haben einige deutsche Organisationen diese Fragebögen ausgefĂŒllt. US-PrĂ€sident Trump hatte kurz nach seinem Amtsantritt hunderte Mitarbeiter von USAID gefeuert und milliardenschwere Entwicklungsprogramme gestrichen. Die USA waren bisher der gröĂte Geldgeber fĂŒr Entwicklungsprojekte.


