Kaliforniens Gouverneur wirft Trump Rechtsbruch vor
09.06.2025 - 01:32:16 | dpa.de
Der Gouverneur von Kalifornien hĂ€lt die Mobilisierung der Nationalgarde gegen Demonstranten in seinem Bundesstaat auf GeheiĂ des US-PrĂ€sidenten Donald Trump fĂŒr illegal. Das «rechtswidrige» Vorgehen der Regierung ohne seine Einwilligung sei ein «schwerwiegender VerstoĂ gegen die SouverĂ€nitĂ€t des Bundesstaats», heiĂt es in einem Protestschreiben, das Gouverneur Gavin Newsom an US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schicken lieĂ und auf der Plattform X veröffentlichte.
Das offizielle Schreiben der Regierung zum Einsatz der Nationalgarde sei, anders als vorgeschrieben, nichts ans BĂŒro des Gouverneurs ĂŒbermittelt worden - und dieser habe dem Einsatz auch nicht zugestimmt. DarĂŒber hinaus habe es die in Trumps Weisung an das Verteidigungsministerium erwĂ€hnte «Koordinierung» mit dem Gouverneur von Kalifornien nie gegeben. Die örtlichen SicherheitskrĂ€fte seien in der Lage, mit den vereinzelten Protesten selbst fertig zu werden, der Einsatz von Soldaten sei also nicht nur unnötig, sondern riskant.
Newsoms BĂŒro rief Pentagon-Chef Hegseth deshalb auf, den Einsatzbefehl an die Nationalgarde sofort zurĂŒckzunehmen und ihre Soldaten wieder «unter die rechtmĂ€Ăige Kontrolle des Bundesstaats Kalifornien zu stellen».
In den USA haben im Normalfall die Bundesstaaten die Kontrolle ĂŒber die Nationalgarde - eine militĂ€rische Reserveeinheit, die Teil der US-StreitkrĂ€fte ist. Jeder Bundesstaat hat seine eigene Nationalgarde, die bei WaldbrĂ€nden, WirbelstĂŒrmen, Ăberflutungen oder Unruhen im Inneren eingesetzt werden kann. Sie steht dann unter dem Befehl des jeweiligen Gouverneurs. Kommt es zum Krieg oder zu nationalen NotfĂ€llen, kann der US-PrĂ€sident das Kommando ĂŒbernehmen.
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