Medien, USA

Medien: USA wollen Migranten nach Libyen abschieben

07.05.2025 - 21:07:16

Die US-Regierung setzt bei Migranten auf Abschreckung und schiebt sie etwa in ein berüchtigtes Gefängnis in El Salvador ab. Nun hat sie laut Medienberichten ein weiteres Land im Visier

Die US-Regierung plant nach Medienberichten, Migranten nach Libyen zu deportieren. Auf eine Frage zu solchen Plänen antwortete US-Präsident Donald Trump: «Ich weiß es nicht. Da müssen Sie bitte das Heimatschutzministerium fragen.»

Der Sender CNN berichtete, eine Gruppe illegaler Migranten solle mit einem Militärflugzeug in das Bürgerkriegsland ausgeflogen werden. Auch die «New York Times» und der Sender NPR berichteten über entsprechende Pläne. Die «New York Times» meldete, die Pläne würden zu den Abschreckungsbemühungen der Regierung passen, die schon Migranten in ein berüchtigtes Hochsicherheitsgefängnis in El Salvador abgeschoben hat.

Der Ministerpräsident der von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung in Tripolis, Abdel Hamid Dbaiba, sagte mittlerweile, Libyen lehne es ab, abgeschobene Migranten aufzunehmen. Alle Absprachen, die mit «illegalen Kreisen» getroffen worden seien, repräsentierten nicht den libyschen Staat. 

In Libyen war nach dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Bis heute kämpfen unzählige Milizen um Einfluss und Ressourcen. Verschärft wird der Konflikt durch die Einflussnahme anderer Staaten wie Russland und der Türkei. 

Aktuell ringen zwei verfeindete Regierungen um die Macht: die im Osten von Ministerpräsident Osama Hammad, unterstützt vom abtrünnigen General Chalifa Haftar. Im Westen sitzt die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung von Ministerpräsident Abdel Hamid Dbaiba.

Auch mit Ruanda führen die USA nach Angaben von Außenminister Olivier Nduhungirehe Gespräche über ein Abkommen zur Aufnahme abgelehnter Asylbewerber aus den USA.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Letzte Late-Night-Show mit Stephen Colbert am 21. Mai. Jetzt steht das Datum für die letzte Show fest. Im Sommer verkündete der US-Sender CBS das Ende der Late-Night-Show von Satiriker und Trump-Kritiker Colbert - offiziell aus finanziellen Gründen. (Unterhaltung, 28.01.2026 - 18:04) weiterlesen...

US-Tiktok kämpft nach Neuordnung mit technischen Problemen. Der Neustart verlief jedoch alles andere als reibungslos. Die Übertragung des US-Geschäfts von Tiktok an neue Investoren sicherte die Zukunft der Video-App in den USA. (Wissenschaft, 28.01.2026 - 05:27) weiterlesen...

Regierung uneinig über Vorgaben für Streaming-Dienste. Dafür sollen sie auch investieren, meint die Bundesregierung. Doch wie lassen sich Netflix und Co. Streamingdienste etwa aus den USA verdienen hierzulande viel Geld. (Wissenschaft, 25.01.2026 - 16:40) weiterlesen...

Selfie auf dem Gipfel: Honnold bezwingt Wolkenkratzer. Alex Honnold hat den Taipeh 101 erklommen. Die Live-Übertragung hatte schon zuvor für massive Kritik gesorgt. Oben angekommen löst sich auch bei dem erfahrenen Freikletterer die Anspannung. (Unterhaltung, 25.01.2026 - 11:56) weiterlesen...

US-Freeclimber bezwingt Wolkenkratzer in Taipeh. Vor allem, weil US-Freeclimber Honnold bei dem waghalsigen Unterfangen live gestreamt wurde. Nach anderthalb Stunden war die Erleichterung dann groß. Die Besteigung des Wolkenkratzers war umstritten. (Unterhaltung, 25.01.2026 - 04:19) weiterlesen...

Taiwan: US-Freeclimber startet Wolkenkratzer-Aktion. Ohne Netz, ohne Absicherung. Am Morgen legte er los. Es wird live bei Netflix gezeigt: Der US-Freeclimber Alex Honnold will in Taipeh auf einen der berühmtesten Wolkenkratzer klettern. (Unterhaltung, 25.01.2026 - 02:41) weiterlesen...