Washington verklagt US-Regierung wegen Eingriff bei Polizei
15.08.2025 - 18:06:48 | dpa.deNach dem umstrittenen Eingriff bei der Polizei in Washington hat der Generalstaatsanwalt des Bundesbezirks eine Klage gegen die Trump-Regierung auf den Weg gebracht. «Die MaĂnahmen der Regierung sind dreist und rechtswidrig», schrieb Brian Schwalb auf der Plattform X. Er warf der Regierung vor, unrechtmĂ€Ăig gehandelt und ihre Befugnisse missbraucht zu haben, als sie die Polizei unter Bundeskontrolle gestellt hatte. Seit US-PrĂ€sident Donald Trump das am Montag per Dekret angeordnet hatte, herrscht Streit darĂŒber, wer in der US-Hauptstadt das Sagen hat.
Justizministerin ernennt Notstands-PolizeiprÀsidenten
US-Justizministerin Pam Bondi machte nochmals deutlich, dass jegliche Direktive bei dem von ihr zum Notstands-PolizeiprÀsidenten bestimmten Terry Cole liege. Schwalb zufolge ist Washingtons Polizeichefin Pamela Smith dagegen nicht gesetzlich verpflichtet, der Anordnung Folge zu leisten und ihr Kommando an Cole abzutreten.
Wegen angeblich ausufernder KriminalitĂ€t hatte Trump verfĂŒgt, dass die Polizei im Hauptstadtbezirk Washington vorerst Justizministerin Bondi untersteht. Diese setzte ihrerseits den Chef der US-DrogenbekĂ€mpfungsbehörde DEA, Cole, als PolizeifĂŒhrung ein.Â
Trump stĂŒtzt sein Dekret auf ein Gesetz namens «Home Rule Act», das im Notstand die Polizei in Washington unter Bundeskommando stellt. Laut Schwalb gibt das Gesetz nur her, dass der US-PrĂ€sident Washingtons BĂŒrgermeisterin Muriel Bowser anweisen darf, wie Vollzugsbehörden eingesetzt werden sollen.Â
Nationalgarde patrouilliert in Washington
Im Zuge seines Notstands-Dekrets fĂŒr die Hauptstadt hatte Trump auch Truppen der Nationalgarde nach Washington beordert. US-Medien berichteten von GelĂ€ndewagen und Laufpatrouillen der Einheit in der NĂ€he von Monumenten wie der National Mall. Im Fokus Trumps â und damit der Strafverfolgungsbehörden â stehen vor allem Migranten, die sich womöglich ohne Aufenthaltsgenehmigung im Land aufhalten, sowie Obdachlose auf den StraĂen und PlĂ€tzen der Stadt.Â
Wie US-Medien berichten, begannen PolizeikrĂ€fte am Donnerstagabend damit, einzelne Zeltlager zu rĂ€umen und die Bewohner aufzufordern, in ObdachlosenunterkĂŒnften unterzukommen, um keine Festnahme zu riskieren.
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