Ifo, US-Zollpolitik

Ifo: US-Zollpolitik belastet drei BundeslÀnder besonders stark

07.07.2025 - 09:14:11

Die US-Zollpolitik trifft die BundeslÀnder wirtschaftlich sehr unterschiedlich.

Das zeigt eine neue Untersuchung des Ifo-Instituts, die am Montag veröffentlicht wurde. "WĂ€hrend das Saarland, Niedersachsen und Baden-WĂŒrttemberg am meisten Wertschöpfung verlieren, schrumpfen Sachsen-Anhalt und norddeutsche LĂ€nder am wenigsten", sagte Marcel Thum, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Ifo-Dresden. "Entscheidend sind strukturelle Unterschiede zwischen den BundeslĂ€ndern wie eine starke PrĂ€senz der Automobilindustrie", ergĂ€nzte Ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann. In der Studie wurden drei Szenarien untersucht: Was passiert, wenn die aktuelle Zollpolitik fortgesetzt wird? Wie wirken produktspezifische Zölle? Was wĂŒrden die von US-PrĂ€sident Donald Trump angedrohten "reziproken" Zöllen bis zu 50 Prozent auf alle importierten Waren bedeuten? Je nach Szenario wĂŒrde die industrielle Wertschöpfung in den stark betroffenen BundeslĂ€ndern Saarland, Niedersachsen und Baden-WĂŒrttemberg zwischen 1,7 Prozent und 3,0 Prozent schrumpfen.

Bei allen Szenarien wĂ€re die Industrie in Hamburg am wenigsten betroffen. Der Stadtstaat könnte im gĂŒnstigsten Szenario sogar von produktspezifischen Zöllen profitieren. "Der industrielle Fokus Hamburgs auf den Sonstigen Fahrzeugbau, unter den auch der Schiffbau fĂ€llt, könnte die negativen Zolleffekte der anderen Industrien kompensieren", sagte Thum. Entscheidend wird sein, welche Zollpolitik die US-Regierung nach Ablauf der 90-tĂ€gigen Verhandlungspause verfolgt.

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