Streit um Irans Atomprogramm: Trump droht mit Bombardierung
30.03.2025 - 17:32:13 | dpa.deUS-PrĂ€sident Donald Trump hat dem Iran mit einem massiven MilitĂ€reinsatz gedroht. Sollte Teheran einem Abkommen zur Begrenzung seines Atomprogramms nicht zustimmen «wird es Bombardierungen geben, und zwar Bombardierungen, wie sie sie noch nie gesehen haben», sagte Trump in einem NBC-Interview.Â
Die US-Regierung und andere westliche Staaten einschlieĂlich Israel wollen verhindern, dass die von schiitischen Geistlichen beherrschte Islamische Republik Iran eigene Atomwaffen entwickelt. In seiner ersten Amtszeit war Trump 2018 allerdings einseitig aus dem sogenannten Wiener Atompakt ausgestiegen, der Irans Nuklearprogramm einschrĂ€nken und im Gegenzug Sanktionen aufheben sollte. Danach hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Auflagen des Abkommens.
Iran rĂŒgt «Fehlverhalten» der USA
Trump kĂŒndigte zugleich an, dass er als Druckmittel auch sogenannte sekundĂ€re Zölle erwĂ€ge. Diese US-Zölle wĂŒrden LĂ€nder treffen, die dem Iran etwa Ăl abkaufen.Â
Zuvor hatte der iranische PrĂ€sident Massud Peseschkian direkte Verhandlungen mit der Regierung Trumps erneut abgelehnt. Man sei aber offen fĂŒr indirekte GesprĂ€che, sagte er in Teheran. Die USA mĂŒssten zunĂ€chst ihr «Fehlverhalten» der Vergangenheit korrigieren und eine neue Vertrauensbasis schaffen, so der PrĂ€sident laut Nachrichtenagentur Isna.
Herstellung von beinahe atomwaffentauglichem UranÂ
Ende Februar hatte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien berichtet, dass der Iran die Herstellung von beinahe atomwaffentauglichem Uran in den vergangenen Monaten stark beschleunigt hat - trotz vorangegangener GesprĂ€che ĂŒber eine Begrenzung der Produktion. IAEA-Chef Rafael Grossi wies darauf hin, dass der Iran der einzige Staat ohne Atomwaffen sei, der solches Material herstelle. Die «signifikant gestiegene Produktion und AnhĂ€ufung» von 60-prozentigem Uran gebe «Anlass zu ernster Sorge».
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