Deutschland, Ukraine

EuropÀer dringen auf Einbindung in Ukraine-Prozess

21.11.2025 - 14:00:35

Die USA machen VorschlÀge zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Merz, Macron und Starmer reagieren.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien dringen nach Bekanntwerden eines neuen US-Vorschlags fĂŒr einen Friedensplan auf eine enge Einbindung in die BemĂŒhungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs. Nach einem Telefonat von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj erklĂ€rte der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, dass alle vier die BemĂŒhungen der USA um ein Ende des Ukraine-Kriegs begrĂŒĂŸt hĂ€tten. 

Sie seien sich aber auch einig gewesen, «dass jede Vereinbarung, die die europĂ€ischen Staaten, die EuropĂ€ische Union oder die Nato betrifft, einer Zustimmung der europĂ€ischen Partner bzw. eines Konsenses der Alliierten bedarf», hieß es in einer schriftlichen ErklĂ€rung.

Kontaktlinie soll Ausgangspunkt fĂŒr VerstĂ€ndigung sein

Merz, Macron und Starmer wollten weiterhin das Ziel verfolgen, «vitale europĂ€ische und ukrainische Interessen» langfristig zu wahren. Dazu gehöre unter anderem, dass die sogenannte Kontaktlinie zwischen den Truppen beider Seiten Ausgangspunkt einer VerstĂ€ndigung sein mĂŒsse. Zudem mĂŒssten die ukrainischen StreitkrĂ€fte imstande bleiben, die SouverĂ€nitĂ€t der Ukraine wirkungsvoll zu verteidigen. 

Mit einem Friedensplan in 28 Punkten will die US-Regierung von PrĂ€sident Donald Trump den seit dreieinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine beenden. Mehrere Medien wie das US-Nachrichtenportal «Axios» veröffentlichten die Auflistung, deren Inhalt demnach auch von Regierungsvertretern aus den USA und der Ukraine bestĂ€tigt wurde. Der Plan enthĂ€lt zahlreiche VorschlĂ€ge, die fĂŒr Kiew nur schwer zu akzeptieren sein dĂŒrften - wie: kein Nato-Beitritt, ein kleineres Heer und dauerhafte Gebietsabtretungen.

@ dpa.de