USA, Regierung

Trump deutet Treffen mit Venezuelas Oppositionsführerin an

09.01.2026 - 04:29:53

Die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado huldigte Trump für die Festnahme von Staatschef Maduro. Nun könnte sie den US-Präsidenten bald treffen.

US-Präsident Donald Trump hat ein mögliches Treffen mit der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado kommende Woche angedeutet. Auf die Frage des Fox-News-Moderators Sean Hannity, ob er Pläne habe, die Nobelpreisträgerin zu treffen, sagte Trump, er habe gehört, dass sie nächste Woche irgendwann kommen werde. «Und ich freue mich darauf, sie zu begrüßen». Konkreter wurde er dabei nicht. 

Nach der Gefangennahme von Venezuelas Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte hatte sich Trump skeptisch über die Eignung der Oppositionsführerin als Nachfolgerin Maduros geäußert. «Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land genießt», sagte er am Wochenende. «Sie ist eine sehr nette Frau, aber ihr fehlt der Respekt der Bevölkerung.»

Machados Aufenthaltsort nicht bekannt

Trump verneinte die Frage, ob er wisse, wo sich Machado derzeit aufhalte und ob er mit ihr gesprochen habe. Die Oppositionsführerin lebte über ein Jahr im Untergrund und reiste im Dezember 2025 unter strenger Geheimhaltung zur Entgegennahme des Friedensnobelpreises nach Oslo aus. Wo sie sich derzeit aufhält, ist unbekannt. Nach ihrer Ausreise hatte sie angekündigt, nach Venezuela zurückzukehren. Ob sie dort politisch handlungsfähig wäre, bleibt angesichts des Drucks durch Sicherheitskräfte und Justiz offen.

Machado hatte sich jüngst überschwänglich bei Trump für die Festnahme Maduros bedankt. «Der 3. Januar wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die Gerechtigkeit die Tyrannei besiegt hat», sagte sie dem US-Sender Fox News.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Fall Epstein: Ex-Premier fühlt sich von Mandelson «betrogen». Nun äußert sich der damalige Premier. Der britische Ex-Minister Peter Mandelson soll vertrauliche Informationen an den Jeffrey Epstein weitergegeben haben. (Ausland, 07.02.2026 - 12:03) weiterlesen...

Trump zu rassistischem Post: Habe keinen Fehler gemacht. Das führt zu heftiger Kritik. Der Post wird gelöscht. Nun äußert sich Trump selbst dazu. Ein Beitrag auf Trumps Plattform Truth Social zeigt eine rassistische Darstellung der Obamas. (Ausland, 07.02.2026 - 03:30) weiterlesen...

Kuba reagiert mit drastischem Notfallplan auf US-Ölblockade. Busse fahren seltener, Unis schließen, Touristen müssen Abstriche machen. Die Krise im sozialistischen Staat verschärft sich. Wegen fehlender Öllieferungen beschließt Kubas Regierung Sparmaßnahmen. (Ausland, 07.02.2026 - 03:03) weiterlesen...

Obamas als Affen dargestellt: Trump-Post wieder gelöscht. Die Empörung und Kritik sind offensichtlich so groß, dass das Weiße Haus reagiert. Ein Beitrag auf Donald Trumps Sprachrohr Truth Social zeigt eine rassistische Darstellung der Obamas. (Ausland, 06.02.2026 - 19:26) weiterlesen...

Londoner Epstein-Skandal: Durchsuchungen an zwei Adressen. Am Freitag handeln die Beamten an zwei Adressen. In Großbritannien ermittelt die Polizei wegen des Epstein-Skandals gegen den früheren Minister Peter Mandelson. (Ausland, 06.02.2026 - 17:28) weiterlesen...

Fall Epstein: Ermittlungen gegen Norwegens Ex-Regierungschef. Die Epstein-Akten bringen den Norweger in Bedrängnis. Thorbjørn Jagland war nicht nur Ministerpräsident, sondern auch Generalsekretär des Europarates und Chef des Nobelkomitees. (Ausland, 06.02.2026 - 10:00) weiterlesen...