Trump, Atom-GesprÀche

Trump sieht Atom-GesprÀche mit Teheran auf gutem Weg

15.05.2025 - 10:37:34

Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran ĂŒber das iranische Atomprogramm laufen nach EinschĂ€tzung von Donald Trump nicht schlecht. Doch wie immer schiebt er eine vehemente Drohung nach.

US-PrĂ€sident Donald Trump hat sich optimistisch zu den laufenden Atom-GesprĂ€chen mit dem Iran geĂ€ußert. «Ich denke, wir sind nahe dran, einen Deal zu machen», sagte Trump bei einem Besuch in Katar. «Wir verhandeln sehr ernsthaft mit dem Iran ĂŒber einen langfristigen Frieden, und wenn wir das schaffen, wĂ€re das fantastisch.»

Der Iran habe bestimmte Bedingungen akzeptiert, «dass er keinen - ich nenne es freundlich - nuklearen Staub herstellen wird», erklĂ€rte der 78-JĂ€hrige, ohne Details zu nennen. Es blieb offen, worauf er sich genau bezog. Gleichzeitig drohte Trump erneut mit großer militĂ€rischer HĂ€rte gegen das Land, falls sich beide Seiten nicht auf die «nette» Weise einig wĂŒrden.

Derzeit verhandeln Washington und Teheran unter Vermittlung des Golfstaats Oman ĂŒber das iranische Atomprogramm. Die USA streben mit einem Abkommen eine Begrenzung des iranischen Atomprogramms an, um das Land am Bau von Atomwaffen zu hindern. Im Gegenzug hofft Teheran auf eine Lockerung der Sanktionen und einen wirtschaftlichen Aufschwung. 

Drohung mit beispielloser Gewalt

Trump betonte einmal mehr, er wolle, dass der Iran Erfolg habe und sich zu einem großartigen Land entwickele. «Aber sie dĂŒrfen keine Atomwaffen haben.» Das sei auf zwei Wegen zu erreichen: auf die «nette» Art oder auf «gewalttĂ€tige» Weise - «eine Gewalt, wie sie die Menschen noch nie gesehen haben». Viele Menschen versuchten, ihn zu HĂ€rte gegenĂŒber dem Iran zu drĂ€ngen. Er wolle das aber nicht. 

Mit Blick auf seinen Gastgeber in Doha, Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani, sagte Trump: «Der Iran sollte dem Emir ein großes Dankeschön sagen.» Denn dieser setze sich sehr dafĂŒr ein, dass die USA sich nicht fĂŒr den Weg der HĂ€rte entschieden. 

2015 hatte der Iran im Wiener Atomabkommen bereits einmal vereinbart, sein Nuklearprogramm einzuschrÀnken. Trump stieg - damals in seiner ersten Amtszeit - jedoch 2018 einseitig aus dem Pakt aus und verhÀngte neue, harte Sanktionen. Daraufhin hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Auflagen des Abkommens. Der Iran beteuert, sein Atomprogramm diene nur zivilen Zwecken, nicht der Entwicklung von Atomwaffen.

@ dpa.de