NaturkatastrophenschÀden auch 2023 auf hohem Niveau
09.01.2024 - 09:10:56Stattdessen war die Schadenbilanz von vielen regionalen Unwettern geprĂ€gt. Noch nie wurden in Nordamerika und in Europa derart hohe GewitterschĂ€den verzeichnet: Werte von rund 66 Milliarden US-Dollar wurden in Nordamerika zerstört, 50 Milliarden US-Dollar waren versichert. In Europa betrugen die GesamtschĂ€den 10 Milliarden US-Dollar (9,1 Milliarden Euro), davon waren 8 Milliarden US-Dollar (7,3 Milliarden Euro) versichert. Die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen stieg im Jahr 2023 auf 74.000 und lag damit deutlich ĂŒber dem Durchschnitt der letzten fĂŒnf Jahre (10.000). Nach Jahren relativer Ruhe löste eine Reihe verheerender Erdbeben humanitĂ€re Katastrophen aus. Rund 63.000 Menschen kamen im Jahr 2023 durch derartige geophysikalische Gefahren ums Leben (85 Prozent Anteil) - so viele wie seit 2010 nicht mehr. Bei den ökonomischen SchĂ€den aus Naturkatastrophen dominierten dagegen die Unwetterereignisse: 76 Prozent der GesamtschĂ€den waren wetterbedingt, 24 Prozent hatten geophysikalische Ursachen. Die verheerendste Naturkatastrophe des Jahres war laut MĂŒnchener RĂŒck die Erdbebenserie im SĂŒdosten der TĂŒrkei und in Syrien im Februar. Der stĂ€rkste ErdstoĂ mit einer Magnitude von 7,8 war das heftigste Beben seit Jahrzehnten in der TĂŒrkei. Rund 58.000 Menschen starben. UnzĂ€hlige GebĂ€ude stĂŒrzten ein, die Infrastruktur wurde massiv zerstört. Mit einem Gesamtschaden von rund 50 Milliarden US-Dollar war es auch die teuerste Naturkatastrophe des Jahres. Der versicherte Schaden betrug trotz einer obligatorischen WohngebĂ€udeversicherung nur rund 5,5 Milliarden US-Dollar.


