NaturkatastrophenschÀden, Niveau

NaturkatastrophenschÀden auch 2023 auf hohem Niveau

09.01.2024 - 09:10:56

Die weltweiten SchÀden durch Naturkatastrophen sind im Jahr 2023 auf einem hohen Niveau geblieben.

Sie betrugen wie im Vorjahr rund 250 Milliarden US-Dollar, wovon etwa 95 Milliarden US-Dollar versichert waren, teilte die MĂŒnchener RĂŒck am Dienstag mit. Der Gesamtschaden entspricht demnach dem Durchschnitt der vergangenen fĂŒnf Jahre, die versicherten SchĂ€den lagen leicht darunter (Durchschnitt 105 Milliarden US-Dollar). Anders als in den Vorjahren trieben diesmal keine Mega-Katastrophen in IndustrielĂ€ndern die SchĂ€den (wie etwa 2022 Hurrikan Ian mit GesamtschĂ€den von 100 Milliarden US-Dollar, davon 60 Milliarden US-Dollar versichert).

Stattdessen war die Schadenbilanz von vielen regionalen Unwettern geprĂ€gt. Noch nie wurden in Nordamerika und in Europa derart hohe GewitterschĂ€den verzeichnet: Werte von rund 66 Milliarden US-Dollar wurden in Nordamerika zerstört, 50 Milliarden US-Dollar waren versichert. In Europa betrugen die GesamtschĂ€den 10 Milliarden US-Dollar (9,1 Milliarden Euro), davon waren 8 Milliarden US-Dollar (7,3 Milliarden Euro) versichert. Die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen stieg im Jahr 2023 auf 74.000 und lag damit deutlich ĂŒber dem Durchschnitt der letzten fĂŒnf Jahre (10.000). Nach Jahren relativer Ruhe löste eine Reihe verheerender Erdbeben humanitĂ€re Katastrophen aus. Rund 63.000 Menschen kamen im Jahr 2023 durch derartige geophysikalische Gefahren ums Leben (85 Prozent Anteil) - so viele wie seit 2010 nicht mehr. Bei den ökonomischen SchĂ€den aus Naturkatastrophen dominierten dagegen die Unwetterereignisse: 76 Prozent der GesamtschĂ€den waren wetterbedingt, 24 Prozent hatten geophysikalische Ursachen. Die verheerendste Naturkatastrophe des Jahres war laut MĂŒnchener RĂŒck die Erdbebenserie im SĂŒdosten der TĂŒrkei und in Syrien im Februar. Der stĂ€rkste Erdstoß mit einer Magnitude von 7,8 war das heftigste Beben seit Jahrzehnten in der TĂŒrkei. Rund 58.000 Menschen starben. UnzĂ€hlige GebĂ€ude stĂŒrzten ein, die Infrastruktur wurde massiv zerstört. Mit einem Gesamtschaden von rund 50 Milliarden US-Dollar war es auch die teuerste Naturkatastrophe des Jahres. Der versicherte Schaden betrug trotz einer obligatorischen WohngebĂ€udeversicherung nur rund 5,5 Milliarden US-Dollar.

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