Asyl, Europa

EU registrierte 2025 deutlichen RĂŒckgang von AsylantrĂ€gen

10.01.2026 - 11:33:23

Die Zahl der in Europa gestellten AsylantrĂ€ge sinkt. Vor allem StaatsbĂŒrger eines Landes kommen weniger. Auch in Deutschland gibt es einen klaren Trend.

Die Zahl der von der EU-Asylagentur erfassten AntrĂ€ge auf internationalen Schutz ist im vergangenen Jahr erneut deutlich zurĂŒckgegangen. Wie aus einem nicht öffentlichen Lagebericht der EuropĂ€ischen Kommission hervorgeht, wurden in den 27 EU-Mitgliedstaaten und den PartnerlĂ€ndern Schweiz und Norwegen von Anfang Januar bis Mitte Dezember nach vorlĂ€ufigen Daten rund 780.200 AntrĂ€ge registriert. Dies entspricht einem RĂŒckgang um etwa ein FĂŒnftel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Entwicklung ist laut dem Bericht vor allem auf den RĂŒckgang von AsylantrĂ€gen von Menschen aus Syrien zurĂŒckzufĂŒhren. In dem Land gibt es seit dem Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad Ende 2024 Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Über die vertraulich an die EU-Staaten ĂŒbermittelten Zahlen berichtete zuerst die «Welt am Sonntag». Auch der Deutschen Presse-Agentur liegen sie vor.

Deutschland hat bereits Zahlen veröffentlicht

Das Bundesinnenministerium hatte bereits Anfang dieses Monats mitgeteilt, dass nach Deutschland zuletzt deutlich weniger Asylbewerber kamen. Die Zahl der ErstantrÀge sank demnach im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 51 Prozent auf 113.236.

In dem Lagebericht der EU-Kommission sind neben Erst- auch FolgeantrĂ€ge berĂŒcksichtigt. Demnach gab es in Deutschland in dem Berichtszeitraum insgesamt etwa 149.100 AntrĂ€ge. Danach folgen Frankreich mit 148.600 AntrĂ€gen, Spanien mit 137.300 AntrĂ€gen und Italien mit 125.800 AntrĂ€gen.

Ohne konkrete Zahlen zu nennen, hatte EU-Innenkommissar Magnus Brunner 2025 bereits vor wenigen Tagen ein gutes Jahr fĂŒr die europĂ€ische Migrationspolitik genannt. «Die EU hat die Reform des Migrations- und Asylrechts konsequent vorangetrieben und zentrale Teile des Gesetzespakets umgesetzt», sagte er zum Jahreswechsel. Dazu gehörten ein stĂ€rkerer Außengrenzschutz und beschleunigten Verfahren. Die Ergebnisse seien klar sichtbar: Illegale GrenzĂŒbertritte seien seit 2023 um mehr als die HĂ€lfte zurĂŒckgegangen.

@ dpa.de