Trump, Milliarden

Trump will Milliarden nach WSJ-Story zu Epstein

19.07.2025 - 02:23:19 | dpa.de

Donald Trump fackelte nicht lange: Einen Tag nach einem Artikel, der ihn in Verbindung mit SexualstraftÀter Jeffrey Epstein brachte, klagt der US-PrÀsident. Und er fordert sehr viel Geld.

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    Trump verklagt das "Wall Street Journal". - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
  • Der Fall Epstein kocht immer weiter hoch. (Archivfoto) - Foto: ---/AP/dpa
    Der Fall Epstein kocht immer weiter hoch. (Archivfoto) - Foto: ---/AP/dpa
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US-PrĂ€sident Donald Trump will wegen eines Berichts im «Wall Street Journal» (WSJ) ĂŒber seine angeblichen Verbindungen zum berĂŒchtigten SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein Milliarden Dollar einklagen. Trump bekrĂ€ftigte in seiner in Florida eingereichten Klage, dass er nicht der Autor eines ihm zugeschriebenen GlĂŒckwunsch-Briefs zu Epsteins 50. Geburtstag sei. Der Artikel sei falsch und verleumderisch. Bei den zwei Klagepunkten nennt Trump jeweils einen Betrag von mindestens zehn Milliarden Dollar, die er als Wiedergutmachung haben will.

Trump klagt unter anderem gegen Medienmogul Rupert Murdoch, die WSJ-Herausgeberfirma Dow Jones sowie die beiden Reporter, die den Artikel geschrieben hatten. Der PrĂ€sident argumentiert, dass er finanziellen Schaden nehme und sein Ansehen leide. Trump betonte, dass die Zeitung keinen Brief veröffentlichte - und keine Belege fĂŒr seine Beteiligung an dem Brief geliefert habe. Trump schrieb ĂŒber die Zeitung auf Truth Social, sie sei «nutzlos». Die dpa fragte bei der Zeitung um ein Statement an.

SchlĂŒpfriger Brief

Am Vortag hatte das «Wall Street Journal» exklusiv ĂŒber einen GlĂŒckwunschbrief an Epstein zu dessen Geburtstag im Jahr 2003 berichtet, der den Namen Trumps tragen soll. In dem Brief mit schlĂŒpfrigem Inhalt sollen mit einem Marker die Umrisse eines Frauenkörpers mit BrĂŒsten gezeichnet worden sein - die Zeitung beruft sich auf Einblick in Dokumente. Der Bericht der Zeitung stellt so eine Verbindung Trumps zu Epstein her. Der PrĂ€sident bestreitet, Urheber gewesen zu sein - und er habe dies vor der Veröffentlichung auch dem «Wall Street Journal» mitgeteilt. Trump hatte sofort Klage gegen die Zeitung angekĂŒndigt.

Die Verhaftung Epsteins, der ĂŒber viele Jahre systematisch MinderjĂ€hrige missbraucht hatte, sorgte weltweit fĂŒr Aufsehen. 2019 beging er mit 66 Jahren in seiner GefĂ€ngniszelle nach offiziellen Angaben Suizid. In Teilen der US-Gesellschaft sorgte Epsteins Tod fĂŒr wilde Spekulationen, weil er beste Kontakte in die amerikanische High Society hatte. Prominente und MilliardĂ€re gingen bei ihm ein und aus – auch Donald Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen.

Trump unter Druck

Der US-PrÀsident steht unter zunehmendem Druck. Kritiker fordern von ihm, Akten aus dem Epstein-Fall veröffentlichen zu lassen. Das war eines seiner Wahlversprechen.

Freigabe von Protokollen zu Epstein-Anklage

US-GeneralstaatsanwÀltin Pam Bondi beantragte unterdessen wie von Trump angewiesen die Freigabe von Unterlagen zur Anklage gegen Epstein im Jahr 2019. Es geht um die Protokolle der sogenannten Grand Jury. Das ist eine Gruppe von Geschworenen, die nach Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob Anklage erhoben wird. Epstein war im Juli 2019 angeklagt worden und starb gut einen Monat spÀter. 

Wie aus Bondis Antrag bei einem Gericht in New York hervorgeht, sollen vor der Veröffentlichung Angaben zu den Opfern sowie «andere persönliche identifizierende Informationen» geschwÀrzt werden.

AnhÀnger von Trump enttÀuscht 

Die Protokolle der Grand Jury dĂŒrften Informationen enthalten, die die konkreten Anklagepunkte gegen Epstein untermauern. Es ist aber nicht die Veröffentlichung aller Ermittlungserkenntnisse zu Epstein, die von einigen Trump-AnhĂ€ngern gefordert wird. In den vergangenen Jahren schĂŒrten Republikaner rund um Trump immer wieder Verschwörungstheorien, wonach US-Eliten an Epsteins Verbrechen teilgehabt und ihn gedeckten hĂ€tten. 

Es ist nicht absehbar, wie schnell die Unterlagen der Grand Jury nach einer Freigabe durch das Gericht veröffentlicht werden könnten. Auch ist unklar, welche Tragweite diese haben. Der unter Druck geratene PrÀsident hatte die Anordnung zeitlich unmittelbar nach Erscheinen des WSJ-Berichts platziert.

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