Trump, Selenskyj

Trump: Selenskyj am Freitag in Washington

25.02.2025 - 23:23:27

Donald Trump hat den ukrainischen PrÀsidenten vor ein paar Tagen noch als «Diktator» bezeichnet. Am Freitag soll dieser laut dem US-PrÀsidenten nun nach Washington kommen.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj will nach Worten von US-PrĂ€sident Donald Trump am Freitag zu einem Besuch nach Washington kommen. «Ich höre, dass er am Freitag kommen will, das ist sicherlich okay fĂŒr mich, wenn er möchte», sagte Trump im Weißen Haus. 

Teil der GesprĂ€che dĂŒrfte eine Vereinbarung ĂŒber den Zugang der USA zu Mineralien sein, die in der Ukraine lagern, darunter seltene Erden. Um den Deal wird seit Wochen gerungen. Trump erklĂ€rte, Selenskyj wolle das Dokument persönlich gemeinsam mit ihm unterzeichnen. 

Details zu einer möglichen Einigung nannte Trump aber nicht. Medien hatten zuvor berichtet, dass sich die Ukraine und die USA auf einen Rahmen geeinigt hÀtten. 

Trump zuvor ĂŒber Selenskyj: «Diktator» 

Zuvor hatte Selenskyj die Unterzeichnung nach Darstellung Washingtons hinausgezögert, sodass US-Finanzminister Scott Bessent unverrichteter Dinge aus der Ukraine zurĂŒckreisen musste. Trump hatte daraufhin öffentliche Schimpfkanonaden gegen den ukrainischen PrĂ€sidenten gerichtet, ihn unter anderem als «Diktator» bezeichnet. 

Die Ausbeutung der Rohstoffe in der Ukraine gilt als strategisch bedeutsam und wirtschaftlich lukrativ. Experten weisen darauf hin, dass die Ukraine auch fĂŒr den eigenen Wiederaufbau seltene Erden und andere Rohstoffe brauchen wird. Ein großer Teil der Ressourcen liegt auch in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten. 

Trump: Friedenstruppen mĂŒssen fĂŒr alle akzeptabel sein

Trump sieht den US-Zugang zu den BodenschĂ€tzen als Gegenleistung fĂŒr US-Waffenlieferungen fĂŒr die Ukraine. Zu den Staats- und Regierungschefs, die zumindest offen Kritik am amerikanischen Vorgehen Ă€ußern, zĂ€hlt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Er hatte Anfang Februar im Zusammenhang mit Äußerungen Trumps gesagt, es «wĂ€re sehr egoistisch, sehr selbstbezogen», wenn man die Ressourcen der Ukraine nutzen wĂŒrde, um die UnterstĂŒtzung bei der Verteidigung zu finanzieren. 

Trump betonte auch, es mĂŒsse Friedenstruppen in der Ukraine geben, mit denen alle Seiten leben könnten. «Es wird etwas gemacht, was fĂŒr alle akzeptabel ist», sagte Trump. Tags zuvor hatte er noch erklĂ€rt, Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin habe kein Problem mit einer europĂ€ischen Friedenstruppe in der Ukraine. Russland hatte dies nicht bestĂ€tigt. Trump betonte, fĂŒr die lĂ€ngerfristige UnterstĂŒtzung der Ukraine mĂŒssten sich die europĂ€ischen Nachbarn verantwortlich fĂŒhlen.

@ dpa.de