USA, Iran

Trump: Respekt fĂŒr Absage von 800 Hinrichtungen im Iran

16.01.2026 - 20:08:31

Donald Trump hatte der iranischen Regierung mit einem MilitĂ€rschlag wegen Gewalt gegen Demonstranten gedroht und dann zunĂ€chst nicht angegriffen. Wie er das begrĂŒndet.

PrĂ€sident Donald Trump hat das Ausbleiben eines US-Angriffs im Iran mit der Absage von Hinrichtungen von Demonstranten in Verbindung gebracht. Auf die Frage, ob ihm israelische und arabische Politiker einen MilitĂ€rschlag ausgeredet hĂ€tten, sagte Trump: «Niemand hat mich ĂŒberzeugt. Ich habe mich selbst ĂŒberzeugt.» Er verwies darauf, dass die iranischen Behörden die Hinrichtung von 800 Menschen abgesagt hĂ€tten. «Das hatte einen großen Einfluss gestern.»

Trump hatte die StaatsfĂŒhrung in Teheran davor gewarnt, Teilnehmer der jĂŒngsten Massenproteste hinrichten zu lassen und auch ein militĂ€risches Eingreifen nicht ausgeschlossen. Am Mittwoch hatte eine Sperrung des iranischen Luftraums Spekulationen ĂŒber einen möglichen US-Luftangriff ausgelöst. Er blieb jedoch aus.

Quelle fĂŒr Absage von Hinrichtungen unklar 

Das Weiße Haus verwies bereits am Donnerstag auf angeblich abgesagte 800 Hinrichtungen – ohne eine Quelle fĂŒr die Information zu nennen. Berichten zufolge töteten iranische SicherheitskrĂ€fte mehrere tausend Menschen bei der Niederschlagung der Proteste.

Trump sagte, er respektiere sehr die Tatsache, dass die Hinrichtungen abgesagt worden seien. Er machte keine Hinweise zu seinem weiteren Vorgehen. Die Website «Axios» berichtete am Donnerstag, dass Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Trump gebeten habe, dem Land mehr Zeit fĂŒr die Vorbereitung auf einen möglichen iranischen Vergeltungsschlag zu geben. Auch die «New York Times» schrieb, dass Netanjahu um einen Aufschub eines US-Angriffs gebeten habe.

@ dpa.de

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